Die Burgenstraße – von einer Burg zur anderen, von einem Höhepunkt zum anderen! Auf Ihrem Weg von Mannheim nach Nürnberg passieren Sie alle sehenswerten Burgen, Schlösser und Orte, die die Route zu bieten hat. Juwelen der mittelalterlichen Baukunst und romantische Städte, unter ihnen Heidelberg, Rothenburg o. d. Tauber und Nürnberg. Das Neckartal eröffnet sich Ihnen in seiner vollen Pracht und auch das Kocher- und das Jagsttal mit all den Sehenswürdigkeiten und der wunderbaren Naturlandschaft. Auf diesem Weg begegnen Sie sogar historischen Zeugen der Römerzeit, einigen Wachtürmen und anderen Relikten des Limes. Ab Rothenburg o. d. Tauber verzaubert Sie das idyllische Altmühltal und zu guter Letzt empfängt Sie die Perle des Frankenlandes, das Schatzkästchen Bayerns – Nürnberg.
Und noch etwas: präzise Karten, verlässliche Streckenbeschreibungen,
Stadt- und Ortspläne, Hinweise auf das kulturelle und touristische Angebot
der Region und ein ausführliches Übernachtungsverzeichnis –
in diesem Buch finden Sie alles, was Sie zu einer Radtour entlang des Burgenstraßen-Radweges
von Mannheim nach Nürnberg brauchen – außer gutem Radlwetter
und Rückenwind, das können wir Ihnen nur wünschen.
Die Burgenstraße ist eine der traditionsreichsten und beliebtesten Ausflugsstraßen
in Deutschland. Der erste Teil des Burgenstraßen-Radweges führt von
Mannheim nach Nürnberg. Es gibt auch einen zweiten Teil, dieser führt
von Nürnberg bis nach Prag. Die gesamte Route ist etwa 1.000 Kilometer
lang.
Mehr als 70 Burgen und Schlösser findet man auf einer Reise von Mannheim
nach Prag vor, aber auch eine Fülle anderer sehenswerter Zeugnisse der
Geschichte, eingebettet in reizvolle Landschaften.
So beginnt die Burgenstraße an der Residenz des Kurfürsten der Pfalz in Mannheim und führt dann zum berühmten Heidelberger Schloss, zu den kleinen Ritterburgen im Neckartal, durch die weinselige Gegend um Heilbronn, durch mittelalterliche Städtchen wie Bad Wimpfen, Schwäbisch Hall, Langenburg oder Rothenburg ob der Tauber, durch das markgräfliche Ansbach und die stolze Dürer-Stadt Nürnberg. Auf die bezaubernde Fränkische Schweiz mit ihren Flusstälern und Burgen folgen die Bischofsstadt Bamberg, Kronach, Kulmbach und Coburg mit ihren beeindruckenden Festungen und Bayreuth mit seinen zahlreichen barocken Prachtbauten. Die prachtvollen böhmischen Bäder Karlsbad und Marienbad sind weitere Stationen der Reise, bevor das Ziel, die Goldene Stadt Prag, erreicht wird.
Die Länge des Burgenstraßen-Radweges Teil 1 mit Start in Mannheim
und Endziel Nürnberg beträgt 409 Kilometer. Ausflüge und Varianten
sind dabei nicht berücksichtigt.
Die Route führt zum Großteil auf ausgebauten Radwegen und asphaltierten Wirtschaftswegen. Es kommen nur kurze Abschnitte auf befahrenen Straßen vor. Der längste davon ist vor Neckargemünd. Ab Braunsbach Richtung Rothenburg werden die Radwege seltener, hauptsächlich wird auf asphaltierten Wirtschaftswegen gefahren. Längere Abschnitte im Verkehr gibt es vor Waldenburg und vor Langenburg. Im Kocher-Jagst-Gebiet treffen Sie auf extreme Steigungen. Hinter Rothenburg geht es größtenteils auf Asphalt und auf gekiesten Radwegen weiter, wie zum Beispiel entlang des Main-Donau-Kanals.
Der Burgenstraßen-Radweg weist zur Zeit noch keine durchgehende Beschilderung
auf. Das soll sich in absehbarer Zeit ändern. Der Radweg soll in seiner
kompletten Länge von Mannheim bis Nürnberg beschildert werden.
Von Mannheim bis Heilbronn treffen Sie zusätzlich auf die Beschilderung
des Neckartal-Radweges. Ab Schwäbisch Hall bis Braunsbach folgen Sie den
Schildern des Kocher-Jagst-Radweges. In Jagsthausen begegnen Ihnen bis Öhringen
Schilder des Deutschen Limes-Radweges und von Rothenburg ob der Tauber bis Colmberg
helfen Ihnen die Schilder des Altmühl-Radweges weiter.
Der erste Abschnitt startet in Mannheim und leitet Sie entlang des Neckars über das unvergessliche Heidelberg bis nach Heilbronn. Der Weg führt von einer Burg zur anderen und berührt Neckargemünd, Neckarsteinach, Hirschhorn, Neckarzimmern und Gundelsheim – um nur ein paar Orte zu nennen. Von der weiten rheinischen Ebene zwängt sich der Neckar nun vor Heilbronn in ein engeres Tal mit schroffen Sandsteinfelsen und bewaldeten Hügeln. Vor Heilbronn kommen Sie nach Bad Wimpfen, dann nach Bad Friedrichshall, wo Kocher und Jagst in den Neckar münden und schließlich erreichen Sie Heilbronn, die Käthchenstadt.
Die Route führt immer entlang des Neckars auf ausgebauten Radwegen oder asphaltierten Wirtschaftswegen. Es gibt nur wenige kurze Abschnitte, die auf befahrenen Straßen entlangführen, der längste ist vor Neckargemünd. Steigungen kommen so gut wie keine vor.
In diesem zweiten Abschnitt erforschen Sie von Heilbronn aus die beiden Täler von Kocher und Jagst und statten Jagsthausen einen Besuch ab. Sie bewegen sich auf den Spuren des Limes – der ehemaligen römischen Reichsgrenze. Auf diesen 179 Kilometern gibt es wiederum viele Burgen, Schlösser und sehenswerte Städte wie Schwäbisch Hall oder die Märchenstadt Rothenburg ob der Tauber zu entdecken. Wenn sich Ihnen vom Taubertal aus der Blick auf diese Stadt eröffnet, glauben Sie im ersten Moment die Zeit wurde zurückgedreht. Der Anblick des mittelalterlichen Stadtkerns verstärkt und übertrifft diesen Eindruck noch.
Die Route verläuft auf asphaltierten Wirtschaftswegen und zeitweise auf ausgebauten Radwegen. Überbrückungsstrecken im Verkehr wie zum Beispiel vor Waldenburg oder vor Langenburg kommen auch vor. Extreme Steigungen gibt es vor allem im Kocher-Jagst Gebiet, vor Waldenburg oder hinter Kocherstetten.
In der mittelalterlichen Märchenstadt Rothenburg ob der Tauber hat die dritte Etappe ihren Ausgangspunkt. Der erste Höhepunkt ist die fränkische Marktgemeinde Colmberg mit ihrer eindrucksvollen Festung und der zweite die Rokoko-Stadt Ansbach. Sie sehen auf Ihrem weiteren Weg die Wasserburg in Lichtenau und Wolframs-Eschenbach, die Stadt des berühmten Minnesängers. Die Burg von Abenberg und das Markgrafenschloss Ratibor in Roth müssen Sie auch noch besichtigen, bevor Sie an den Main-Donau-Kanal gelangen.
Als gemütlicher Ausklang radeln Sie entlang des Kanals in
die fränkische Hauptstadt, das Schmuckkästchen Nürnberg.
In diesem dritten Abschnitt verläuft die Route wieder auf asphaltierten
Wirtschaftswegen und ruhigen Landstraßen. Durch die Städte wurden
Radwege ausgebaut und entlang des Main-Donau-Kanals verläuft ein gekiester
Radweg. Es kommen zwei kurze Streckenteile im Verkehr vor, in Roth und in Nürnberg.
Starke Steigungen gibt es nur vor Wolframs-Eschenbach zu bezwingen, sonst kommen
keine Nennenswerten vor.
Im Neckartal finden Sie in jeder Stadt und Gemeinde eine Übernachtungsmöglichkeit. Da dieses Gebiet touristisch sehr gut erschlossen und vielbesucht ist, sind die Zimmerpreise nicht so moderat wie in anderen ruhigeren Gebieten. Auch im Kocher-Jagst-Gebiet und im Altmühltal werden Sie keine Probleme haben, ein Zimmer zu finden. Es gibt ja entlang der Strecke ausreichend viele touristische Hochburgen und auch große Städte, wo sie immer eine Unterkunft finden werden.
Der Burgenstraßen-Radweg ist für Kinder ab 10-12 Jahren geeignet. Es gibt viele Radwege, also wenige Abschnitte im Verkehr. Ihr Kind sollte allerdings gut trainiert sein, denn es kommen häufig Steigungen vor, die extremsten Steigungen sind vor Waldenburg, Langenburg und besonders beim Abstecher nach Öhringen und Jagsthausen zu bewältigen. Diese Steigungen fordern sogar den trainierten Erwachsenen.
Als Rad für die Tour verwenden Sie auf dem Burgenstraßen-Radweg
am besten ein Tourenrad oder Trekkingbike, weil diese den wahren Reisekomfort
bieten. Gefragt sind auf dieser Strecke gute Reifen, gute Bremsen, ein bequemer
Sattel und eine Gangschaltung. Ratsam ist aber auf jeden Fall – egal bei
welchem Fahrradtyp – eine kleinere „Radapotheke“ mitzuführen.
Eine Grundausrüstung an Werkzeug und Zubehör sollte folgendes beinhalten:
Ersatzschlauch und/oder Flickzeug, Reifenhebel, Universalschraubenschlüssel,
Luftpumpe, Brems- und Schaltseil, Speichen- und Schraubenzieher, Öl sowie
Kettenfett, Schmiertücher und Ersatzleuchten.