Deutsch-Deutscher-Radweg

Iron Curtain Trail
Am Grünen Band von der Ostsee zur tschechischen Grenze

Vom Todesstreifen zum Lebensraum
Der frühere Todesstreifen mit seinen 3.000 Kilometern Zäunen, den Kfz-Sperrgräben auf 730 Kilometer Länge, den 830 Wachtürmen, den Lichttrassen, Mauern und Bunkeranlagen ist nahezu vollständig abgebaut worden. Lediglich die Kolonnenwege mit den Lochplatten erinnern heute noch an diese Zeit. Erkennen kann man den ehemaligen Grenzstreifen – allerdings nur noch einige Jahre – auch an dem niedrigeren Baumwuchs. Heute, fast 18 Jahre nach dem Fall der Berliner

Mauer und des Eisernen Vorhangs, ist von der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze nicht mehr viel zu sehen.
Die Frage, wie man mit den Grenzanlagen umgehen sollte, bewegte nach der Wende die Gemüter. Die meisten wollten sie damals aus politischen und ethischen Gründen so schnell wie möglich beseitigen. Eine kleine Minderheit dachte aber „über den Tag hinaus“ und setzte sich für deren Erhalt ein. Es waren private Einzelpersonen, Vertreter der Denkmalschutzbehörden, Bürgerinitiativen, die verhinderten, dass überall Gras über die Geschichte wächst.
Zu diesen Personen gehörte auch Willy Brandt, Berlins regierender Bürgermeister zur Zeit des Mauerbaus. Der für seine Entspannungs- und Ostpolitik mit dem Friedensnobelpreis geehrte frühere Bundeskanzler regte am 10. November 1989 vor dem Schöneberger Rathaus an, „ein Stück von jenem scheußlichen Bauwerk ... als Erinnerung an ein historisches Monstrum stehen (zu) lassen. So wie wir seinerzeit nach heftigen Diskussionen in unserer Stadt uns bewusst dafür entschieden haben, die Ruinen der Gedächtniskirche stehen zu lassen“.

Auch Michaele Schreyer, grüne Senatorin für Stadtentwicklung und Umweltschutz und spätere EU-Kommissarin, setzte sich über den damaligen Zeitgeist, die Opposition und auch den Koalitionspartner SPD hinweg und stellte als dafür zuständige Senatorin die Mauer in der Berliner Niederkirchnerstraße unter Denkmalschutz. Damals wurde sie heftig angefeindet, heute sind alle dankbar für die authentischen Mauerreste gerade an dieser Stelle.

Uebersichtskarte

 

Streckenabschnitte des Deutsch-Deutschen-Radweges

 

Ostsee, Marco Bertram Schloss Lutgenhof, Dassow, Marco Bertram Rathaus von Amberg Birgit Albrecht Elbe bei Neu Darchau, Marco Bertram Grenzlandmuseum Schnackenburg, Michael Cramer Drömling, Marco Bertram Hornburg, Marco Bertram Schmalspurbahn im Harz, Marco Bertram Burg Hanstein, Uwe gerig

Von Travemünde/Priwall nach Wittenberge/Schnackenburg, 270 km

Von Wittenberge/Schnackenburg nach Bad Harzburg/Ilsenburg, 279 km

Von Bad Harzburg/Ilsenburg nach Fladungen/Fulda, 312 km

Von Elend zum Brocken, 40 km

Von Fladungen/Fulda bis zur tschechischen Grenze,273 km