Donau-Bodensee-Radweg

Wer kennt sie nicht die beiden bekannten Radfernwege, den Donau-Radweg und den Bodensee-Radweg? Und der Donau-Bodensee-Radweg, der diese beiden Klassiker verbindet, feiert dieses Jahr sogar schon sein 25-jähriges Jubiläum. Von der Donau aus durchstreift er die sanft hügelige Landschaft Oberschwabens, geprägt von Mooren wie dem Federsee bei Bad Buchau oder dem Wurzacher Ried und geschmückt mit kleinen Städten voll barocker Baukunst, wie die Klöster in Bad Schussenried und Ochsenhausen oder der „schönsten Dorfkirche der Welt“ in Steinhausen. Nach einem kurzen Abstecher durchs Württembergische Allgäu liegt Ihnen der Bodensee mit herrlichem Alpenpanorama zu Füßen.

 

Uebersichtskarte

Der Donau-Bodensee-Radweg besteht aus drei in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Routen und zwei Verbindungsrouten in West-Ost-Richtung, die in diesem Buch zur Querroute zusammengefasst wurden.
Die Hauptroute wird in diesem Buch von Ulm nach Friedrichshafen beschrieben, wobei der eigentliche Donau-Bodensee-Radweg in Kressbronn endet, und von dort der Bodensee-Radweg nach Friedrichshafen beschrieben wird. Gleiches gilt für die Westroute, deren Beschilderung auch erst ab der Abzweigung vom Bodensee-Radweg in Immenstaad beginnt und die hier von Laupheim nach Ulm auf der Hauptroute von Süden nach Norden weitergeführt ist.
Somit steht Ihnen die Hauptroute mit einer Beschreibung für eine Radtour von der Donau an den Bodensee und die Westroute mit einer Beschreibung vom Bodensee an die Donau zur Verfügung. Sie können so auch leicht die beiden Routen zu einer schönen Rundtour von 375 Kilometern Länge mit den verkehrstechnisch leicht zu erreichenden Startorten Ulm, Friedrichshafen oder Wangen wählen.

Die Ostroute ist im Prinzip nur eine Variante der Hauptroute und führt von Unterschwarzach nach Wangen tiefer durch das Allgäu, weshalb diese Route hier auch in Nord-Süd-Richtung beschrieben ist. Es besteht auch die Möglichkeit trotzdem diese beiden Routen zu einer 133 Kilometer langen Rundtour zu verknüpfen.

Durch die Querroute besteht in Riedlingen ein weiterer Anschluss an den Donau-Radweg, die diesen in Bad Buchau an die Westroute und bei Ochsenhausen an die Hauptroute anschließt. Durch diese Verbindung gibt es weitere Möglichkeiten den Donau-Bodensee-Radweg zu Rundtouren zu nutzen.

Streckencharakteristik

Länge

Die Längen der vier Routen des Donau-Bodensee-Radweges betragen zusammen 501 Kilometer. Die Haupt- und die Westroute sind jeweils 177 Kilometer lang, wobei jeweils der Abschnitt auf dem Bodensee-Radweg mitgezählt ist. Die Ostroute ist 76 Kilometer und die Querroute 71 Kilometer lang. Anderweitige Ausflüge und Varianten sind dabei nicht berücksichtigt.

Hoehenprofil

Wegequalität & Verkehr

Die Routen des Donau-Bodensee-Radweges sind zu über 90 % asphaltiert. Auch die wenigen gekiesten Abschnitte sind gut zu befahren.
Die Routen verlaufen zumeist auf ruhigen Nebenstraßen und verkehrsarmen Kreisstraßen. Es gibt einige Abschnitte auf mäßig und stark befahrenen Landesstraßen. Längere Strecken auf Feld- und Forst- oder Radwegen befinden sich zwischen Ulm und Ochsenhausen, am Bodensee, um den Federsee und um Biberach.

Jeweils zu Beginn der vier Routenbeschreibungen befindet sich ein genaues Höhen- und Streckenprofil!
Rund um den Federsee und auf dem Abschnitt am Bodensee zwischen Kressbronn und Immenstaad gibt es keine Steigungen, zwischen Ulm und Ochsenhausen befinden sich nur geringe Steigungen. Ansonsten gibt es auf allen Routen etliche Steigungen, die bis zu 200 Höhenmeter betragen. Allerdings gibt es auch immer wieder flachere, in Tälern oder um die Hochmoore verlaufende Streckenabschnitte.

Beschilderung

Radweges und ein Radfahrer zu sehen sind. Auf dem Abschnitt zwischen Kressbronn und Immenstaad folgen Sie der Bodensee-Radweg-Beschilderung, da es dort keine Donau-Bodensee-Radweg-Schilder gibt.

Tourenplanung

Internationale Vorwahl für Deutschland: 0049

Zentrale Infostellen

Radreiseveranstalter:

Streckenabschnitte des Donau-Bodensee-Radweges

Zeughaus Meppen; TI Meppen Großsteingrab Apelldorn; Emsland Touristik Theikenmeer, Werlte Tourismus Heimathaus Vrees, Werlte Tourismus Rastplatz; Gde. Molbergen Wildeshausen; NP Wildeshausen dobod Naturpark; NP Wildeshausen dobod Museumseisenbahn; NP Wildeshausen dobod St. Andreaskirche Riede; Gem. Thedinghausen


Hauptroute von Ulm nach Friedrichshafen 177 km

Von Ulm an der Donau mit seinem bekannten Münster radeln Sie an der Rottum über Laupheim nach Ochsenhausen. Dort lädt das auf einer Anhöhe über dem Rottumtal liegende barocke ehemalige Benediktiner-Kloster zur Besichtigung ein. Nach Unterschwarzach breitet sich vor ihnen in einem großen Kessel das Wurzacher Ried aus, eines der größten Hochmoore Mitteleuropas. Über Bad Waldsee, Wolfegg und Kißlegg mit ihren Schlössern gelangen Sie nach einigen Steigungen nach Wangen im Tal der Argen wo die fast komplett erhaltene Stadtmauer, die Stadttore und der Altstadtkern einen Besuch wert sind. Entlang des „Schwäbischen Meeres” über die malerische alte Argenbrücke führt die Route nach Friedrichshafen, dem Endpunkt der Hauptroute.

Die Hauptroute verläuft meist auf ruhigen Nebenstraßen, Radwegen, Feld-, Forst- und Waldwegen. Mit stärkerem Verkehr werden Sie vor allem in den größeren Städten konfrontiert. Leider bleiben Ihnen Steigungen, mit denen immer wieder zu rechnen ist, nicht erspart.

Ostroute von Unterschwarzach nach Wangen 76,5 km

Von Unterschwarzach nach Wangen existiert mit der Ostroute eine reizvolle Alternative zur Hauptroute mitten durch das württembergische Allgäu. Das Moorheilbad Bad Wurzach am gleichnamigen Ried, dem größten intakten Hochmoor Mitteleuropas, ist der erste Höhepunkt dieser Route. Die weite Anlage des Schlosses Zeil mit hübschem Schlossgarten thront oberhalb der Ebene um Leutkirch. Genießen Sie hier die herrliche Aussicht vor der rasanten Abfahrt hinunter ins

Tal und besichtigen Sie die sehenswerten Städte Leutkirch, Isny und Wangen mit ihren historischen Stadtkernen.
Die Ostroute verläuft meist auf ruhigeren Straßen und Radwegen, jedoch vor Leutkirch und vor Isny ist mit starkem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Auch einige Steigungen sind während der Fahrt wieder zu bewältigen

Westroute von Friedrichshafen nach Ulm 177 km

Nach kurzer Fahrt zweigt die Westroute in Immenstaad vom Bodensee ab. Durch Markdorf und Wilhelmsdorf im Linzgau und weiter über Aulendorf wartet in Bad Schussenried das ehemalige Kloster mit seinem reich verzierten Bibliothekssaal und der Kirche auf Sie. Auf dem weiteren Weg liegt Bad Saulgau, ein Kurort mit hübschen Fachwerkhäusern in der Altstadt. Es folgt der landschaftliche Höhepunkt der Westroute mit dem Naturschutzgebiet und Europa-Vogelreservat Federsee bei Bad Buchau. Den Abschluss bildet Ulm, die alte Festungsstadt an der Donau mit seinem malerischen Fischerviertel und dem gotischen Münster.

Die Westroute verläuft meist auf Radwegen und ruhigen Land- und Nebenstraßen, es sind jedoch auch immer wieder kürzere Strecken im Verkehr zurückzulegen. Vor Oberstadion ist zusätzlich eine acht Kilometer lange Strecke auf verkehrsreicher Straße zu fahren. Auch mit Steigungen ist während des gesamten Streckenverlaufs zu rechnen.

Querroute von Riedlingen nach Ochsenhausen 71 km

Von Riedlingen an der Donau mit seinem sehenswerten historischen Stadtbild radeln Sie auf halber Höhe am Bussen, dem schon frühzeitlich besiedelten, sagenumwobenen und markantesten Berg Oberschwabens entlang. Die Westroute wird bei Bad Buchau im Naturschutzgebiet und Europa-Vogelreservat Federsee gekreuzt. Einen ebenso beeindruckenden Anblick bietet danach die „schönste Dorfkirche der Welt” in Steinhausen. Bald darauf radeln Sie hinunter ins Tal der Riß nach Biberach, das durch das schöne Ensemble alter Bürgerhäuser am Marktplatz besticht. Die Route führt schließlich noch ins Rottumtal nach Ochsenhausen mit seiner imposanten Klosteranlage.

Die Querroute verläuft die meiste Zeit auf Radwegen und ruhigen Nebenstraßen oder Forst- und Feldwegen. Dreimal sind kurze Abschnitte im Verkehr zu bewältigen. Entlang dieser Strecke ist jedoch mit einigen starken Anstiegen zu rechnen.