Der Radfernweg von Hamburg nach Berlin verbindet die reizvolle Hafenstadt mit der pulsierenden Metropole. Die Strecke folgt dabei drei verschiedenen Radwegen: Sie radeln zuerst entlang des Elbe-Radweges durch die erholsamen und stillen Elbauen an interessanten Städten wie der malerischen Schifferstadt Lauenburg oder der Dom- und Inselstadt Havelberg vorbei. Dann wechseln Sie auf den Havel-Radweg, der Sie bis zur Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt bringt, bevor Sie dann auf dem sehr gut ausgebauten Havelland-Radweg den Naturpark Westhavelland, eine der wasserreichsten Regionen Deutschlands, durchqueren. Sie passieren die Funkstadt Nauen und den Berliner Bezirk Spandau mit seiner historischen Altstadt, bevor Sie dann an vielen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei zum Schlossplatz im Zentrum von Berlin gelangen.
Präzise Karten, genaue Streckenbeschreibungen, zahlreiche Stadt- und Ortspläne,
Hinweise auf das kulturelle und touristische Angebot der Region und ein umfangreiches
Übernachtungsverzeichnis – in diesem Buch finden Sie alles, was Sie
zu einer Radtour auf dem Radfernweg von Hamburg nach Berlin brauchen –
außer gutem Wetter, das können wir Ihnen nur wünschen.
Der Radfernweg Hamburg-Berlin setzt sich aus drei Radwegen zusammen: Dem Elbe-Radweg, dem Havel-Radweg und dem Havelland-Radweg. Sie starten in der Hansestadt und folgen auf dem sehr gut ausgebauten Elbe-Radweg dem Verlauf der Elbe flussaufwärts. Sie durchstreifen das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe – ein Eldorado für jeden Naturliebhaber, und kommen an reizvollen Städten vorbei. Der Havel-Radweg stellt die Verbindung zwischen dem Elbe-Radweg und dem Havelland-Radweg her. Auf dem hervorragend ausgebauten Havelland-Radweg durchqueren Sie das Havelland und erreichen schließlich die Hauptstadt, das Ende dieser Tour.
Die Gesamtlänge des Radfernweges Hamburg-Berlin beträgt 376 Kilometer. Varianten und Ausflüge sind dabei ausgenommen.
Der Elbe entlang fahren Sie vorwiegend auf Radwegen auf oder neben dem Deich
oder auf kaum befahrenen Nebenstraßen. Nur für kurze Strecken müssen
Sie auf verkehrsreiche Straßen. Auch Pflastersteinstraßen kommen
immer wieder vor, aber ebenso nur für sehr kurze Strecken. Ansonsten gibt
es großteils asphaltierte oder gut befahrbare unbefestigte Wege. Von Hamburg
fahren Sie elbaufwärts bis nach Havelberg, wobei es von der körperlichen
Anstrengung nicht den Anschein hat, flussaufwärts zu fahren, denn zum einen
ist das Gefälle der Elbe in diesem Bereich sehr gering, zum anderen weht
der Wind meist aus westlicher Richtung, d. h. man hat oft Rückenwind. Nur
wenige Abschnitte auf der Strecke weisen größere Steigungen auf.
Zwischen Geesthacht und Lauenburg gibt es einen etwas hügeligen Abschnitt,
bei der Variante über Hitzacker müssen Sie sich auf mehrere Steigungen
auf unbefestigten Waldwegen einstellen. Der Teilbereich des Havel-Radweges,
der für die Route von Hamburg nach Berlin relevant ist, führt fast
ausschließlich auf der Landesstraße entlang. Diese ist zwar nicht
stark befahren, aber die wenigen Autos, die unterwegs sind, fahren meist dementsprechend
schnell. Außerdem gibt es jede Menge unübersichtliche Kurven. Deshalb
haben wir Alternativen aufgenommen, um Teile dieser ca. 30 Kilometer langen
Strecke umfahren zu können. Die Alternative auf dem Altmarkrundkurs führt
auf einem schmalen unbefestigten Weg entlang und ist für Fahrräder
mit Anhänger nicht geeignet. Die andere Alternative über Sandau und
Wulkau führt auf einem sehr gut befahrbaren straßenbegleitenden Radweg
entlang. Der Havelland-Radweg, der von der brandenburgischen Grenze bis an die
Stadtgrenze von Berlin führt, ist sehr gut ausgebaut. Der Weg ist durchgängig
beschildert, mit Infotafeln versehen und mit großteils befestigten, sehr
gut befahrbaren Oberflächen ausgestattet. Der Havelland-Radweg endet derzeit
in Schönwalde, der Anschluss von Schönwalde bis ins Zentrum von Berlin
befindet sich in der Planungsphase und soll in den kommenden Jahren realisiert
werden. Wir führen Sie über eigene oder straßenbegleitende Radwege
bis zum Schlossplatz in Berlin.
Beschilderung
Derzeit gibt es keine eigene Beschilderung für den Radfernweg; genauso wenig ein einheitliches Logo. Allerdings sind die drei Radwege, aus denen sich die Tour zusammensetzt alle sehr gut beschildert. Sie folgen also einfach der Beschilderung des Elbe-, des Havel- und des Havelland-Radweges.
Am Hauptbahnhof der Hafenstadt Hamburg beginnt die Tour nach Berlin. Sie können sich entscheiden, ob Sie noch eine kleine Sightseeing-Tour durch die Hansestadt unternehmen, und das imposante Rathaus, die Landungsbrücken am Hafen oder die historische Speicherstadt besuchen, oder gleich die Stadt verlassen und das ruhige Umland durchstreifen. Besuchen Sie Geesthacht, die Stadt mit ihrer interessanten Technikgeschichte, wo einst Alfred Nobel Forschungen betrieb. Entlang der Elbe gelangen Sie schließlich zur malerischen Schifferstadt Lauenburg mit seiner historischen Altstadt.
Im ersten Abschnitt fahren Sie fast ausschließlich auf befestigten Radwegen; nur vor Geesthacht führt die Route auf verkehrsarmen Nebenstraßen. Danach radeln Sie auf dem Radweg der Elbe entlang bis Lauenburg.
Im zweiten Abschnitt durchqueren Sie die Elbtalaue. Diese einzigartige Flusslandschaft mit ihren seltenen Tier- und Pflanzenarten ist ein unvergessliches Erlebnis für jeden Naturliebhaber; genießen Sie die Stille und lassen Sie Ihre Seele baumeln. Doch es gibt nicht nur traumhafte Landschaft zu entdecken, sondern auch interessante Städte mit sehenswerten Bauwerken: Besuchen Sie das Schloss in Bleckede, lassen Sie sich den Altstadtkern von Hitzacker mit seinen verzierten Fachwerkhäusern nicht entgehen, schauen Sie sich die Festung in Dömitz an und machen Sie Halt in Wittenberge, der wichtigsten Hafenstadt an der Elbe.
Die größten Teile des zweiten Abschnitts fahren Sie auf gut befahrbaren Radwegen am oder auf dem Elbdeich. Teilweise führt die Route auch auf verkehrsarmen Nebenstraßen entlang. Nur ganz kurze Strecken müssen Sie auf verkehrsreichen Straßen fahren wie z.B. bei Dömitz.
Der dritte Abschnitt führt Sie rechtselbisch an Rühstädt vorbei, dem storchenreichsten Ort Deutschlands. Es geht der Elbe entlang weiter bis zur reizvollen Dom- und Inselstadt Havelberg, wo sich die Elbe und die Havel vereinen. Hier verlassen Sie den Elbe-Radweg und folgen dem Havel-Radweg, der Sie durch das Naturschutzgebiet Untere Havel an die Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg bringt, wo Sie schließlich auf den sehr gut ausgebauten Havelland-Radweg wechseln. Durch tiefe Wälder und kleine Dörfer geht es weiter bis Rathenow, der Stadt der Optik.
Zwischen Wittenberge und Havelberg fahren Sie großteils auf separaten Radwegen entlang der Elbe, nur für ein paar Kilometer auf schwach befahrenen Nebenstraßen. Zwischen Havelberg und der Landesgrenze führt die Route für ca. 30 Kilometer fast ausschließlich auf Landesstraßen, die Sie teilweise mit der dargestellten Alternativroute umfahren können.
Im letzten Abschnitt der Radtour durchqueren Sie den Naturpark Westhavelland mit seinen tiefen Wäldern, einzigartigen Eichenalleen und endlosen Wiesen und Feldern. Zahlreiche ursprüngliche brandenburgische Dörfer säumen den Weg wie zum Beispiel Paaren am Glien mit seinem historischen Dorfanger oder Ribbeck, das durch das Gedicht vom Birnbaum von Theodor Fontane berühmt wurde. Besuchen Sie Nauen, die Funkstadt im Havelland, mit ihrem historischen Altstadtkern, schauen Sie sich Spandau mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten an, bevor Sie schließlich an der Siegessäule vorbei und durch das Brandenburger Tor zum Schlossplatz in Berlin-Mitte, dem Ziel der Tour, kommen.
Der Havelland-Radweg ist eine sehr gut ausgebaute Route mit fast
durchgängigem separatem Radweg. Auch im Stadtgebiet von Berlin führt
die Strecke auf straßenbegleitenden Radwegen oder kaum befahrenen Nebenstraßen
entlang.