Die Lenne entspringt dem „Dach des Sauerlandes“, dem Massiv des Kahlen Asten bei Winterberg. Eine unglaubliche Weite bietet sich hier dem Auge: Tiefgrüne Wälder, Berge und sonnige Täler in unendlicher Fülle. Die Reise entlang der Lenne ist geprägt von der Schönheit der Natur des Sauerlandes und bietet gleichzeitig Gelegenheit zu abenteuerlichen Ausflügen. Erleben Sie die Karl-May-Festspiele in Elspe, wagen Sie einen Abstecher zum Panoramapark Oberhundem oder erkunden Sie die Attahöhle in Attendorn. Auf Ihrer Tour zur Lennemündung kommen Sie vorbei an Schlössern und Burgen, Sie werden interessanten Zeugnissen der Industriekultur begegnen und am Ende der beschaulichen Reise in das lebendige Treiben des Ruhrgebiets eintauchen können.
Präzise Karten, genaue Streckenbeschreibungen, zahlreiche Stadt- und Ortspläne,
Hinweise auf das kulturelle und touristische Angebot der Region und ein umfangreiches
Übernachtungsverzeichnis – in diesem Buch finden Sie alles, was Sie
zu einer Radtour entlang der Lenne brauchen – außer gutem Radlwetter,
das können wir Ihnen nur wünschen.
Die Lenne ist mit rund 140 Kilometern der längste Nebenfluss der Ruhr. Sie entspringt als höchstgelegene Quelle Nordrhein-Westfalens am Kahlen Asten auf 830 Metern. Am Fuße der Hohensyburg mündet sie in die Ruhr.
Der ADFC Iserlohn, der Märkische Kreis, die Stadt Hagen, der Hochsauerlandkreis und der Kreis Olpe haben eng und sehr engagiert zusammengearbeitet, um die Flusslandschaft an der Lenne für Radfahrer zu erschließen. Die Lenne-Route führt durch die wunderschöne Naturlandschaft des Sauerlandes. Als beliebtes Urlaubs- und Erholungsgebiet bietet das Sauerland viele Naturschutzgebiete, Naturparks und Hochheiden. Die Landschaft wirkt durch die unendliche Weite der Berge und Wälder unberührt.
Bei der Planung der Radroute wurden vor allem im ersten Teil sehr viele Wege
einbezogen, die dem Radtouristen die Möglichkeit geben, das Sauerland von
seiner schönsten Seite zu erfahren. Gegen Ende der Tour geht es vermehrt
durch Städte, die bereits das pulsierende Leben des Ruhrgebiets erahnen
lassen. Hier kommt der Radfahrer vorbei an vielen Zeugnissen der Industriekultur
und es bieten sich reichlich Gelegenheiten, in die Geschichte der Region einzutauchen.
Am Ende der Tour führen gut ausgebaute Radwege abseits vom städtischen
Treiben auf ruhigen Wegen bis zur Mündung der Lenne in die Ruhr.
Die Länge der Lenne-Route von Winterberg bis nach Wetter an der Ruhr beträgt rund 140 Kilometer. Zusätzlich werden mehrere Ausflüge empfohlen und vorgestellt, so dass die Route um weitere 100 Kilometer erweitert werden kann.
Die erste Hälfte der Lenne-Route sowie die drei Ausflüge verlaufen überwiegend auf ausgebauten Radwegen und ruhigen Nebenstraßen. Nahezu ideal ausgebaut und als Abstecher sehr zu empfehlen sind der Radweg im Frettertal sowie die Route um den Biggesee. Zwischen Plettenberg und Hohenlimburg führt die Lenne-Route vermehrt auf stärker befahrenen Straßen. Im Bereich Hagen radeln Sie fast durchgehend auf einem befestigten Radweg zur Lennemündung.
Die weitaus größte Strecke der Tour entang der Lenne ist asphaltiert. Die wenigen Abschnitte auf unbefestigten Wald-, Feld- und Uferwegen lassen sich fast alle sehr gut befahren.
Die einheitliche und durchgehende Beschilderung des Radweges als Lenneroute soll Ende 2003 abgeschlossen sein. Gegenwärtig sind an der Wegstrecke unterschiedliche Schilder anzutreffen, denn die Route führt häufig auf bestehenden regionalen Radwanderwegen. Ab Oberkirchen bis kurz vor Schmallenberg sind Schilder mit der Aufschrift „Lennetalradweg“ angebracht. Ab Winterberg bis hinter Schmallenberg werden Sie immer wieder auf Radwegeschilder R 18 treffen. Die Region um Hagen und die beiden Ausflüge Biggesee (R 41) und Frettertal (R 16) sind bereits vorbildlich ausgeschildert, hier werden Sie keine Orientierungsprobleme haben. Andere Abschnitte dagegen sind noch ganz unbeschildert. Im Routentext wird auf die in der Erhebungszeit vorgefundenen Schilder eingegangen.
Wenn Sie unterwegs entlang der Lenne-Route auf Schilder wie „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ oder „Fußweg“ stoßen, dann lassen Sie Sich dadurch nicht verunsichern. In Nordrhein-Westfalen ist laut § 2 des Landesforstgesetzes das Radfahren im Wald grundsätzlich zum Zwecke der Erholung erlaubt. Dieses Recht wird auch nicht durch die genannten Schilder eingeschränkt.
Nachdem Sie auf dem Kahlen Asten eine atemberaubende Fernsicht über das Land der tausend Berge genießen konnten, liegt ihnen bald das Lennetal zu Füßen. Genüsslich radeln Sie in der sauberen Wald- und Höhenluft auf vertäumten Wegen und durch bezaubernde Ortschaften. Neben der Abgeschiedenheit und Stille in Wald und Tal bietet sich Ihnen reichlich Gelegenheit zu abenteuerlichen Ausflügen. Wir empfehlen den Besuch der Karl-May-Festpiele in Elspe, des Panoramaparks Oberhundem und der Atta-Höhle bei Attendorn.
Die Ausflüge ins Frettertal und zum Bigge-See werden Sie ebenfalls begeistern, denn sie verlaufen auf sehr gut ausgebauten Radwegen und führen durch eine beschauliche Landschaft und vorbei an so mancher Sehenswürdigkeit.
Ausflug nach Nordenau (7 km)
Ausflug nach Oberhundem (25 km)
Abstecher nach Elspe (3 km)
Ausflug zum Biggesee (38 km)
Ausflug in das Frettertal (28 km)
Ab Plettenberg weicht die Stille und Abgeschiedenheit des ersten Abschnitts immer wieder einem turbulenten Treiben, das die Nähe zum Ruhrgebiet erahnen lässt. Vorbei an Schlössern und Burgen kommen Sie durch Städte, die lebendige Zeugnisse der Industriekultur sind. Viele technische Denkmäler künden von der Entwicklung der Metallverarbeitung, die bis heute prägend für diese landschaftlich sehr reizvolle Region ist.
Die Route führt vermehrt auch auf stärker befahrenen Straßen, bis Sie ab Hohenlimburg dann fast durchgehend auf einem asphaltierten und separat ausgebauten Radweg bis zur Lenne-Mündung fahren.
Variante über Burg Altena (1,5 km)
Abstecher zur Dechenhöhle (1 km)
Variante über Veserde (10,5 km)
Route zum Bahnhof Hagen (6 km)
Entlang der Lenne-Route gibt es im ersten Teil der Strecke in fast jedem kleinen Ort Hotels, Pensionen und Privatzimmer, denn diese Region ist ein beliebtes Feriengebiet. Die Reservierung ist nur in der Hauptreisezeit notwendig.
Ab Plettenberg ist das Angebot an Übernachtunsbetrieben geringer. Hier bieten sich vor allem die Hotels in den größeren Städten für eine Übernachtung an. Eine Zimmerreservierung ist empfehlenswert.
Die Lenne-Route als ganze Strecke ist nicht für eine Radtour
mit Kindern geeignet. Teilbereiche lassen sich jedoch sehr gut mit Kindern befahren,
zum Beispiel als Tages- oder Wochenendausflug.
Von der Quelle bis Plettenberg verläuft die Strecke immer wieder auf Staßen
mit KFZ-Verkehr. Auch wenn die Verkehrsbelastung hier meist nur gering ist,
so empfehlen wir diese Stecke erst für Kinder ab 12 Jahren. Die Ausflüge
im Frettertal und um den Biggesee können auch mit kleineren Kindern unternommen
werden, denn hier fahren Sie fast nur auf separaten und asphaltierten Radwegen.
Da der zweite Teil der Lenne-Route im Bereich zwischen Plettenberg und Hohenlimburg
immer wieder auf stark befahrenen Staßen führt, können wir diese
Strecke weder für selbst fahrende Kinder noch für die Fahrt mit dem
Kinderanhänger empfehlen.
Als Rad für die Tour auf der Lenne-Route eignen sich alle
Räder, die mindestens eine 3-Gangschaltung und gut funktionierende Bremsen
haben. Wenn Sie den Ausflug nach Oberhundem und die Alternativroute über
Veserde bei der Tour einplanen, dann empfehlen wir ein Rad mit mindestens 12
Gängen, um die sehr starken Steigungen besser bewältigen zu können.