Die Mecklenburgische Seenplatte – das ist ein unvergessliches Erlebnis
mit glitzernd blauen Seen inmitten üppig grüner Wälder, eingebettet
in eine sanfte Hügellandschaft. Interessante Städtchen säumen
die Ufer der zahlreichen Seen, die stilvollen Promenaden am Ufer laden zum gemütlichen
Rasten ein und der Blick über die weiten Wasserflächen lässt
die Seele ruhig und heiter werden. Naturliebhaber lassen sich im Nationalpark
Müritz von der einzigartigen Landschaft bezaubern und Badebegeisterte können
immer wieder ins kühle Nass der unzähligen Seen eintauchen. Jetzt
heißt’s nur noch das Fahrrad gesattelt und losgeradelt, wir wünschen
viel Spaß dabei!
Präzise Karten, verlässliche Routenbeschreibungen, zahlreiche Stadt- und Ortspläne, Hinweise auf das kulturelle und touristische Angebot der Region und ein umfangreiches Übernachtungsverzeichnis – in diesem Buch finden Sie alles, was Sie zu einer Radtour durch die Mecklenburgische Seenplatte brauchen – außer gutem Radlwetter, das können wir Ihnen nur wünschen.
Die Mecklenburgische Seenplatte entstand vor mehr als 20.000 Jahren während der letzten Eiszeit. Die Gletscher und ihre Schmelzflüsse formten eine abwechslungsreiche Endmoränen- und Sanderlandschaft. Dabei entstanden Höhenzüge und zahlreiche Seen, die dem südlichen Mecklenburg den Namen „Land der 1.000 Seen“ gaben. Zu den größten Seen zählen die Müritz und der Plauer See. Die Wasserscheide zwischen Ost- und Nordsee verläuft zwischen Klocksin und Alt Schwerin. Sie sorgt dafür, dass beispielsweise Havel und Peene, deren Quellgebiete im Müritz-Nationalpark nur wenige Kilometer auseinander liegen, in unterschiedliche Richtungen fließen. Die Havel fließt über die Elbe in die Nordsee, während die Peene in die Ostsee mündet.
Insgesamt betragen die Tourenlängen der in diesem Radatlas erfassten 17 Touren mehr als 1.000 Kilometer. Die kürzeste Tour hat eine Länge von 17 Kilometern, die längste ist knapp 200 Kilometer lang.
Wegequalität und Verkehrsaufkommen werden zu jeder der 17 Touren im Detail
erklärt. Allgemein kann man jedoch sagen, dass die Wegequalität gut
ist. Meist fahren Sie auf asphaltierten kleinen Landstraßen und unbefestigten
Wald-, Ufer- oder Radwegen, die sich jedoch meistens in gut befahrbarem Zustand
befinden. Nur manche Uferwege ähneln manchmal eher einem Pfad und im südlichen
Teil werden die unbefestigten Wege schon mal sandiger. Holpriges Kopfsteinpflaster
begegnet Ihnen auch immer wieder, aber dann nur auf kurzen Strecken durch Ortschaften
hindurch.
Das Verkehrsaufkommen ist generell gering. Meistens fahren Sie auf ruhigen kleinen
Landstraßen und autofreien Wegen, nur selten müssen Sie auf verkehrsreichere
Straßen ohne Radweg ausweichen.
Es gibt verschiedenste regionale Beschilderungen in der Mecklenburgischen Seenplatte. Welcher dieser Beschilderungen Sie folgen können wird für jede einzelne Tour extra beschrieben.
Die Müritz gilt als das „Kleine Meer“ der Mecklenburgischen Seenplatte und das vollkommen zu Recht. Eine Umrundung dieser weiten Wasserfläche ist ein Muss für jeden Radtouristen, der die Seenplatte besucht. Vom hübschen Städtchen Waren aus geht die Fahrt am Ostrand des Gewässers durch das Kerngebiet des Müritz Nationalparkes. Am Westrand der Müritz geht es dann wieder gen Norden, hier fast die ganze Zeit in Ufernähe. Das Städtchen Röbel liegt dabei auf Ihrem Weg, sowie viele kleine und gemütlich anmutende Dörfer. Über Klink mit Schlosshotel und Feriensiedlung gelangen Sie auf Waldwegen wieder nach Waren zurück.
Dieser Ausflug ist vor allem dazu gedacht, die Tour 1 rund um die Müritz noch etwas auszudehnen und noch eine Stück weiter nach Süden um den Müritzarm zu radeln – je nach Lust und Laune. Natürlich bietet sich die Tour auch als gemütliche Halbtages- oder Tagestour mit Badestopp und Kaffeepause an.
Drei große Seen begleiten Sie auf dieser Radrunde. Anfangs folgen Sie dem Uferlauf der Müritz. Diese verlassen Sie beim Schloss in Klink, um sich dem Kölpinsee zuzuwenden, der jedoch nur in einiger Ferne zu sehen ist. An erstaunlichen Ferienanlagen radeln Sie vorbei gelangen zum Fleesensee in Untergöhren. Danach erwartet Sie dann am westlichen Rand des Fleesensees das Insel-Städtchen Malchow. Im Norden der Seen wenden Sie sich wieder gen Osten und nach Umrundung des Jäbelschen Sees reizt ein Besuch des Damerower Werders mit Wisentgehege, bevor Sie Ihre Runde in Waren wieder schließen.
Der drittgrößte See der Region lädt Sie zu einer abwechslungsreichen Rundtour ein. Stille Waldwege in Ufernähe und ruhige, aber hügelige Landstraßen über gemütliche Ortschaften führen Sie um den südlichen Teil des Plauer Sees. Ein wenig städtisches Flair bietet Ihnen Malchow, interessant ist das agrarhistorische Freilichtmuseum in Alt-Schwerin und Sie streifen am Rande den Naturpark Nossentiner und Schwinzer Heide. Durch Felder und Wiesen etwas abseits des Sees kehren Sie dann wieder an Ihren Ausgangspunkt Plau am See zurück.
Das Herzstück des Mecklenburgischen Seen-Radweges inmitten durch die Seenplatte beginnt in diesem Radatlas in Plau am See und endet in Neubrandenburg. In diesem Buch ist die über 200 Kilometer lange Strecke in 3 Teilstücken getrennt beschrieben. Die Streckenbeschreibungen sind jedoch direkt hintereinander angeordnet. Der erste Teil führt Sie von Plau nach Waren. Lassen Sie sich von den Reizen der beiden größten Seen der Region, dem Plauer See und der Müritz, bezaubern. Uferwege führen Sie durch tiefe Wälder an glitzernden Wassermassen entlang. Und über Feld, Wald, Wiesen und stille Dörfer kommen Sie in die Städtchen Röbel und Waren. Und neben dem Radfahren erwarten Sie selbstverständlich die schönsten Badefreuden.
Tauchen Sie gleich zu Beginn der Tour ein in die verträumte und stille Landschaft des Müritz Nationalparkes. Vogelgezwitscher und das Rauschen des Schilfes sind dabei Ihre Begleiter. Die Beobachtungstürme bieten Weitblicke über die schützenswerte Seenlandschaft und deren beachtliche Vogelwelt. In Rechlin kehren Sie in die Zivilisation zurück und radeln weiter in das Städtchen Mirow. An Ufer des Mirower Sees im Schatten des Schlosses erholen Sie sich bei einem gemütlichen Spaziergang. Abwechslungsreich gestaltet sich dann die Gegend rund um Canow und den Labussee. Viele etwas kleinere Seen beleben hier das Landschaftsbild, dichte Wälder bevölkern das bucklige Land bevor Sie dann das Endziel dieser Etappe erreichen, das Städtchen Wesenberg.
Das längste Teilstück des Seen-Radweges führt Sie von Wesenberg bis hinauf nach Neubrandenburg. Viele kleinere Seen lugen wie glitzernde Perlen aus der hügeligen Moränenlandschaft hervor und beleben auch hier das Landschaftsbild. Besuchen Sie Neustrelitz mit Slawendorf und Schlossgarten, wagen Sie einen Sprung ins kühle Nass am Strand des Fürstensees und genießen Sie die herrlichen Panoramablicke. Am Westufer des Tollensesees erreichen Sie dann auf waldreicher und ebener Strecke Neubrandenburg.
Die Runde um den Tollensesee ist eine wunderschöne Halbtages- oder Tagestour, bei dem Sie einen Besuch des Städtchens Neubrandenburg genauso einplanen sollten, wie auch eine ausführliche Badepause oder eine Rast direkt am See, um mal so richtig ausgiebig die Seele baumeln zu lassen. Die Rundtour lässt sich auch mit zahlreichen anderen, in diesem Buch beschriebenen Radtouren kombinieren.
Sie können natürlich auf direktestem Wege per Bahn oder Auto auch in die Feldberger Seenlandschaft anreisen. Einen besonderen Reiz hat aber auch die Anreise von Neubrandenburg nach Feldberg. Dabei radeln Sie zuerst an den Ufern des langgestreckten Tollensesees entlang und strampeln dann eher atemlos (vor Staunen und Steigungen) durch die Hügel zwischen Wanzkaer und Rödliner See. In Carpin biegen Sie dann nach Osten ab und lassen sich durch schattige Wälder bis nach Feldberg geleiten. Die beiden darauffolgenden Touren beschreiben dann zwei Tourenvorschläge durch die Feldberger Seenlandschaft.
Kurztour durch das landschaftlich herrliche Gebiet der Feldberger Seenlandschaft. Von den Steigungen her jedoch etwas anspruchsvoller als die meisten anderen Touren in der Mecklenburgischen Seenplatte.
Diese 30 Kilometer lange Rundtour können Sie auch sehr gut mit der vorhergehenden Tour 10 verbinden, wenn diese Ihnen zu kurz sein sollte. Steigungen und Gefällestrecken werden auf der großen Runde etwas sanfter und falls Sie mal Tauchen gehen wollten, dann sollten Sie in Thomsdorf eine Stopp einlegen.
Mit gut 50 Kilometern Länge entpuppt sich diese Rundtour als optimale Tagestour. Eine Besichtigung des Schlossgartens in Neustrelitz, Badespaß am Fürstensee, eine gemütliche Rast in schattigen Wäldern oder ein „Schlendrian“ durch das angenehme Städtchen Wesenberg, bevor Sie sich in Neustrelitz noch einen Besuch im Slawendorf genehmigen. Eine schöne Mischung aus Natur-, Kultur- und Badeerlebnis.
Entdecken Sie den südlichsten Teil der Mecklenburgischen Seenplatte und radeln Sie von der Fürstenberger Seenplatte bis hin zur Rheinsberger Seenkette. Zu einem großen Teil bewegen Sie sich hier schon auf brandenburgischem Boden. Sie sollten sich aber einen Besuch des berühmten und äußerst sehenswerten Schlosses in Rheinsberg nicht entgehen lassen. Kann denn ein Tag besser ausklingen, wenn nach einer schönen Radtour ein gemütlicher Spaziergang durch den Schlossgarten Rheinsberg an herzliche Liebesgeschichten erinnert?
Diese Tour ist vor allem durch das Erlebnis von Naturlandschaft geprägt. Sie folgen von Fürstenberg aus meist dem Flusslauf der Havel bis hinauf in ihr Quellgebiet. Das Gebiet der Haverlquellseen liegt inmitten dichter Wälder, der Weg dorthin führt Sie an zahlreichen Seen entlang. Etwas städtisch ist es am Startpunkt Fürstenberg und in Wesenberg. Ansonsten begegnen Ihnen hauptsächlich verträumte Dörfer, dichte Wälder und blaue Seen.
Sie haben die längste der in diesem Buch beschriebenen Touren gewählt – mit knapp 200 Kilometern Länge. Die Tour begleitet Sie auf Ihrem Weg durch möglichst viele der Städte, die die Mecklenburgische Seenplatte vorzuzeigen hat. Sie beginnen im Herzen der Region, in Waren am Ufer der Müritz. Am Ende dieser Tour haben Sie die Städte Mirow, Wesenberg und Neustrelitz, sowie Burg Stargard, Neubrandenburg und Penzlin besucht. Und das ist noch nicht alles: Sie durchfahren dabei das Kernstück des Nationalparkes Müritz, begleiten die Ufer des Tollensesees oder tauchen in die Geschichte ein und besuchen das Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen.
Diese Tour führt Sie durch den westlichen Teil der Mecklenburgischen
Schweiz. Hier liegen zahlreiche Naturschutzgebiete, in denen die Vielfalt der
Flora und Fauna besonders groß oder selten ist. Sie sind Refugium für
wild wachsende Orchideenarten wie Sumpfglanz- und Knabenkraut und seltene Großvögel
wie See- und Fischadler, Kraniche und Kormorane.
Kultureller Höhepunkt der Tour ist die Stadt Güstrow mit ihrem historischen
Stadtkern mit Bürgerhäusern von der Renaissance bis zum Historismus
und dem Residenzschloss.
Die Tour führt Sie durch das Herz der Mecklenburgischen Schweiz, die Schlösser- und Herrenhauslandschaft zwischen Stavenhagen, Malchin und Teterow. Diese reizvolle und naturnahe Kulturlandschaft wurde durch die feudale Gutswirtschaft geprägt, die im 16. Jahrhundert aus erblichen Lehen entstand und bis ins 19. Jahrhundert die soziale Struktur bestimmte. Idyllisch liegen die einstigen feudalen Grundbesitztümer an den Seen und auf dem Höhenzug zwischen Vollrahtsruhe und Neukalen, der das Malchiner vom Teterower Becken trennt und an einigen Stellen immerhin Höhen von mehr als 100 Metern über dem Meeresspiegel erreicht (z.B. Hardtberg 123 m, Ostberg 115 m). Die Schlösser und Herrenhäuser sind umgeben von Gärten und Landschaftsparks, wie sie für die Garten- und Landschaftsgestaltung des 18. und 19. Jahrhunderts typisch sind. Beispielhaft hierfür ist die Parkanlage und die Landschaft am Buchenberg (103 m) auf Burg Schlitz.