Die im Dreiländereck Österreich, Italien und der Schweiz gelegene
Region rund um den Tiroler Ort Nauders bietet eine einzigartige Bergkulisse.
Die drei Mountainbikeregionen Nauders, Reschen und Pfunds warten mit einer unglaublichen
Vielfalt an Bike-Touren auf. Suchen Sie die sportliche Herausforderung, dann
werden Sie hier sicher auf Ihre Kosten kommen. Aber auch für die geruhsameren
Biker eröffnen sich wundervolle Möglichkeiten.
Dieses handliche Ringbuch mit herausnehmbaren Tourenblättern präsentiert präzise Karten im Maßstab 1:35.000, übersichtliche Höhenprofile, verlässliche Wegebeschreibungen und Kurzinfos zum kulturellen und touristischen Angebot - inklusive Übernachtungsadressen der Region.
Insgesamt betragen die Tourenlängen der in diesem Mountainbike-Guide erfassten 24 Touren beinahe 450 Kilometer. Die kürzeste Tour hat eine Länge von 8,3 Kilometern, die längste ist 32,5 Kilometer lang.
Die Region Nauders/Reschenpass wird in 3 Mountainbike-Regionen unterteilt: Nauders, Reschen und Pfunds. Ein dichtes Netz an alten Schmugglerpfaden, Bergwegen und Wirtschaftswegen durchzieht die Region. Dadurch ist die ideale Grundlage für attraktive Mountainbike-Touren gegeben.
Ob Sie nun die Saumpfade in den felsigen Schluchten des Unterengadins, die Wege um den Reschenstausee, oder die dichten Wälder auf der italienischen Seite des Dreiländerecks erkunden - es ist garantiert für jeden Biker etwas dabei.
Das Radfahren auf Forstwegen bzw. im Wald generell erlaubt. Es gilt in der
Region Nauders/Reschenpass natürlich ebenso wie anderswo das Gebot der
Fairness und gegenseitigen Rücksichtnahme. Bei der Annäherung an andere
Wegenutzer grundsätzlich die Geschwindigkeit der Situation anpassen. Wenn
notwendig anhalten und absteigen. Der Anhalteweg sollte nie mehr als die Hälfte
des zu überschauenden Wegeabschnittes betragen. Beachten Sie vor allem,
dass Ihnen auch im Wald gelegentlich Kraftfahrzeuge entgegenkommen können.
Auf schmäleren Wegen und bei hoher Geschwindigkeit bergab kann es zu schwerwiegenden
Unfällen mit Forstautos oder Traktoren kommen.
Größte Vorsicht ist bei Forstarbeiten geboten. Der Waldweg ist zugleich
auch Arbeitsplatz der Forstleute. Sperrungen unbedingt beachten, hier besteht
Lebensgefahr!
Bei Dämmerung und in der Nacht sollte im Wald nicht mehr gefahren werden.
Die Tiere brauchen ihre Ruhe.
Auf der österreichischen Seite des Tourengebiets sind die Strecken mit kleinen gelb/blauen Schildern versehen, die allerdings nicht mit der Nummerierung der Touren in diesem Buch übereinstimmen. Bitte beachten Sie deshalb die Hinweise in der jeweiligen Charakteristik, die Sie am Anfang jeder Tourenbeschreibung finden.
Eine kurze Tourenübersicht ermöglicht Ihnen eine schnelle Auswahl der Tour. Den Gesamtschwierigkeitsgrad ersehen Sie aus der Farbe der Tournummer. Leichte Touren sind blau, mittelschwere Touren rot und schwere, anspruchsvolle Touren schwarz.
Das Höhenprofil zeigt auf den ersten Blick die Charakteristik der Tour. In der Balkengrafik finden Sie auch noch weitere Symbole mit folgenden Bedeutungen:
Länge der Tour
Höhenmeterangabe
Verkehrsaufkommen
Fahrtechnik
Kondition
Eine Übersicht übr die geografische Lage des in diesem Buch behandelten
Gebietes gibt Ihnen die Übersichtskarte auf der vorderen inneren Umschlagsseite.
Die Detailkarten sind im Maßstab 1:35.000 erstellt. Dies bedeutet, dass
1 Zentimeter auf der Karte einer Strecke von 350 Metern in der Natur entspricht.
Zusätzlich zum genauen Routenverlauf informieren die Karten auch über
die Beschaffenheit des Bodenbelagsbzw. über die Art des Weges, Steigungen
sowie über kulturelle und gastronomische Einrichtungen entlang der Strecke.
Allerdings können selbst die genauesten Karten den Blick auf die Wegbeschreibung
nicht ersetzen.
Die beschriebene Haupttour wird immer in Rot und Violett dargestellt. Rot steht
für die Route auf normalen Straßen, Violett für die Route auf
für den Kfz-Verkehr gesperrten Wegen. Die genaue Bedeutung der einzelnen
Symbole wird in der Legende auf Seite 4 erläutert.
Der Textteil besteht im Wesentlichen aus der genauen Streckenbeschreibung.
Die stichwortartigen Streckeninformationen werden von Ortsüberschriften
unterbrochen. Diese Ortsüberschriften sind durchnummeriert und –
zur besseren Orientierung – mit derselben Nummer in den Karten und im
Höhenprofil wieder zu finden. Die Kilometerangaben zeigen Ihnen die schon
zurückgelegte Strecke an und sind auf Grund der allgemeinen Tachometer-Ungenauigkeiten
gerundet. In jeder Ortsüberschrift finden Sie hochgestellt auch eine Höhenangabe.
Nicht allzu anstrengende Rundtour in der unmittelbaren Umgebung von Nauders, die abgesehen von einer kurzen Passage zwischen Stables und dem Novelleshof, fahrtechnisch wenig Ansprüche stellt.
Abwechslungsreiche Rundtour, die eine fahrtechnisch anspruchsvollere Passage beinhaltet, welche teilweise auf einer Skipiste verläuft.
Nicht allzu anstrengende Rundtour in der unmittelbaren Umgebung von Nauders, die abgesehen von einer kurzen Passage zwischen Stables und dem Novelleshof, fahrtechnisch wenig Ansprüche stellt.

Sehr kurze Achterschleife, die zwei fahrtechnisch schwierige Downhills zu bieten hat, bei denen Könner voll auf ihre Kosten kommen.
Diese Rundtour verläuft auf einem kurzen Abschnitt im Grenzgebiet und teilweise auf einem verwachsenen Pfad neben einem Bach entlang. Daher sind wasserdichte Schuhe sehr zu empfehlen.
Abwechslungsreiche Rundtour Richtung Reschen, der Hinweg ist mehr im Gelände mit einigen kurzen sehr schwierigen Abschnitten, retour geht’s dann zum Erholen auf Asphalt leicht bergab.
Diese Rundtour führt über die Staatsgrenze nach Italien an alten Kasernenruinen vorbei und bietet einen herrlichen Blick auf den Reschensee.
Fahrtechnisch leichte und relativ kurze Streckentour, die auf dem Retourweg einen Abstecher zum Gasthof Parditschhof macht und somit der Streckenverlauf im Vergleich zum Hinweg leicht abweicht.
Fahrtechnisch leichte und relativ kurze Streckentour, die jedoch von den Höhenmetern her betrachtet nicht zu unterschätzen ist und bei der Jausenstation Labaunalm endet.

Landschaftlich schöne Rundtour zu einem Bergsee mit fahrtechnisch schwierigen Downhillpassagen, die nur für Könner fahrbar sind.
Im Vergleich zu den anderen Routen eine etwas längere Rundtour, die zur Hälfte in der Schweiz verläuft und einige interessante Downhills aufzuweisen hat.
Relativ kurze Streckentour zur Rossbödenalm, die einen herrlichen Blick auf den Reschensee und die angrenzende Bergwelt bietet.
Nicht allzu lange Rundtour, die an die Fahrtechnik so gut wie keine Ansprüche stellt und auch an die Kondition geringe Anforderungen stellt. Abschnittsweise belohnt die Tour mit einem schönen Ausblick auf den Reschensee.
Diese Streckentour führt von Italien nach Österreich am Piz Lad, dem Dreiländereck und dem idyllischen Grünsee vorbei. Kurz vorm Ziel der Tour in Nauders ist ein etwas anspruchsvollerer Downhill zu bewältigen.
Die Rundtour um den Reschensee ist fahrtechnisch sowie konditionell leicht und daher auch gut für Kinder geeignet.
Relativ kurze Streckentour, die von Reschen aus bis zu einer Alm führt.

Die Rundtour verläuft zunächst eben am Reschensee entlang, geht aber danach in eine anstrengende Steigung über. Den Rest der Strecke bildet eine rasante Abfahrt auf einer guten Asphaltstraße zurück nach Reschen. Die Tour stellt an die Fahrtechnik keine, jedoch an die Kondition etwas höhere Anforderungen.
Gemütliche Streckentour, die entlang des Radurschlbachs bis zur Radurschlalm führt und technisch so gut wie keine Ansprüche stellt.
Wendepunktstrecke, die an die Kondition hohe, jedoch an die Fahrtechnik nur geringe Anforderungen stellt.
Abwechslungsreiche Rundtour, die teilweise hohe Anforderungen an die Kondition, jedoch keine an die Fahrtechnik stellt.
Kurze Streckentour, die jedoch konditionell nicht zu unterschätzen ist, da auf relativ kurzen Teilabschnitten einige Höhenmeter zu überwinden sind.
Aus konditioneller Sicht bereits eine eher anspruchsvollere Rundtour, die zunächst durch den Kobler Schutzwald führt, anschließend rund um den Rauhen Kopf verläuft und schließlich am Inn entlang nach Pfunds zurückkehrt.
Steile Trainingssprintstrecke zum Weiler Wand, mit Weitblick ins schweizerische Engadin und in der Fortsetzung nochmaliger anspruchsvoller Anstieg in den Wanderwald.
Diese Route ist vor allem für Einsteiger gut geeignet, da nach einem kurzen und relativ flachen Stück, eine nicht allzu anstrengende Steigung folgt. Anschließend führt die Tour noch durch die wunderschöne Blumenlandschaft der Zanderer Bergwiesen.