Attemberaubende Gebirgspanoramen, saftig grüne Almwiesen, stille und erholsame Waldflächen, wundervolle Ausblicke auf das Tal des Vinschgaus, schmucke Bergdörfer und kulturelle Highlights sowie kulinarische Genüsse – zu all dem lädt Sie die sonnige Region des Vinschgau ein. Schwingen Sie sich aufs Bike und entdecken Sie mit uns die landschaftlichen Schönheiten dieser Region, auf ausgedehnten Forstwegen und anspruchsvollen Trails.
Dieses handliche Ringbuch mit herausnehmbaren Tourenblättern präsentiert
präzise Karten im Maßstab 1:35.000, übersichtliche Höhenprofile,
verlässliche Wegebeschreibungen und Kurzinfos zum kulturellen und touristischen
Angebot – inklusive Übernachtungsadressen der Region.
Insgesamt betragen die Tourenlängen der in diesem Mountainbike-Guide erfassten 29 Touren beinahe 680 Kilometer. Die kürzeste Tour hat eine Länge von 8,8 Kilometern, die längste ist 39,4 Kilometer lang.
Die Region Vinschgau-Südtirol wird in 3 Mountainbike-Regionen unterteilt: Reschenpass, Obervinschgau und Untervinschgau/Martelltal. Ein dichtes Netz an Bergwegen, alten Schmugglerpfaden und Wirtschaftswegen durchzieht die Region. Dadurch ist die ideale Grundlage für attraktive Mountainbike-Touren gegeben.
Ob Sie nun die dichten Wälder mit den unzähligen Forstwegen, die sonnigen und steilen Leiten der Sonnseite, die Wege um den Reschenstausee und in und um die ausgedehnten Apfelplantagen erkunden – es ist garantiert für jeden Biker etwas dabei.
Das Radfahren auf Forstwegen bzw. im Wald ist nur teilweise erlaubt. Es gilt
in der Region Vinschgau-Südtirol natürlich ebenso wie anderswo das
Gebot der Fairness und gegenseitigen Rücksichtnahme. Bei der Annäherung
an andere Wegenutzer grundsätzlich die Geschwindigkeit der Situation anpassen.
Wenn notwendig anhalten und absteigen. Der Anhalteweg sollte nie mehr als die
Hälfte des zu überschauenden Wegeabschnittes betragen. Beachten Sie
vor allem, dass Ihnen auch im Wald gelegentlich Kraftfahrzeuge entgegenkommen
können. Auf schmäleren Wegen und bei hoher Geschwindigkeit bergab
kann es zu schwerwiegenden Unfällen mit Forstautos oder Traktoren kommen.
Größte Vorsicht ist bei Forstarbeiten geboten. Der Waldweg ist zugleich
auch Arbeitsplatz der Forstleute. Sperrungen unbedingt beachten, hier besteht
Lebensgefahr!
Bei Dämmerung und in der Nacht sollte im Wald nicht mehr gefahren werden. Die Tiere brauchen ihre Ruhe.
Für die gesamte 3 Länder Rad- & Bikearena mit den Teilregionen Engadin-Val Müstair, Nauders-Reschenpass und Vinschgau-Südtirol ist ein gemeinsanes Beschilderungskonzept entwickelt worden. Die Tournummerierung startet in der Teilregion Engadin-Val Müstair und wird in folgender Reihenfolge in den Teilregionen Nauders-Reschenpass und Vinschgau-Südtirol fortgeführt. Sie finden die gleiche Tournummerierung direkt vor Ort in der Natur sowie analog in den drei dazugehörigen bikeline-MountainBikeGuides wieder. Grenzüberschreitende Touren sind in allen 3 Teilregionen gleich nummeriert. Die Beschilderung im Mountain-Bike-Gebiet Vinschgau-Südtirol wird bis ??? abgeschlossen sein.
Die Region Vinschgau-Südtirol ist ein beliebtes Tourismusgebiet. Die Anzahl
der Beherbergungsbetriebe ist zwar groß, in der Sommersaison können
jedoch die Zimmer komplett ausgebucht sein. Vor allem rund um den 15. August
sollten Sie dringend vorher ein Zimmer reservieren.
Tour 48 Rojenrunde
Die Rundtour verläuft zunächst eben am Reschensee entlang, geht aber danach in eine anstrengende Steigung über. Nach dem Skigebiet der Haideralm kann man seinen Beinen während einer Zwischenabfahrt etwas Erholung gönnen. Nochmals sind zum Skihaus Schöneben einige Höhenmeter zu überwinden, bevor ein rasanter Asphaltdownhill hinunter ins Rojental führt. Über die Kapelle Valierteck gelangt man zurück zum Ausgangspunkt.
Tour 56 Plagött - Haider Alm
Immer wieder ergeben sich auf dieser Tour trotz dichtem Wald schöne Ausblicke auf die zwei Seen am Reschenpass. Die fahrtechnischen Anforderungen halten sich bis auf einige hundert Meter (hier steigt der sehr steinige Weg noch dazu sehr steil an) in Grenzen, auch die Abfahrt bietet kaum Schwierigkeiten.
Tour 57 Rojen - Vallungtal
Das lange und landschaftlich äußerst reizvolle Vallungtal wird an seinem einzigen besiedelten Ort Rojen vorbei bis in den Talschluss befahren. Speziell die letzten Kilometer im hinteren Teil des Tals fordern Mensch und Bike mit grobem Schotter und einigen Bachdurchfahrten, daher diese Tour für eher warme Tage reservieren.
Die Abfahrt führt ab Rojen über eine kleine Gegensteigung auf Asphalt zurück zum Ausgangspunkt.Tour 58 Langtauferer Tal
Tour 59 Grauner Alm
Kürzere, aber aussichtsreiche Streckentour hoch über dem Reschensee. Die Orientierung ist einfach, und so kann man sich gut auf das eindrucksvolle Panorama konzentrieren. Bis zur Grauner Alm ist die Forststraße gut und nicht allzu steil.
Cracks können während der Rast ihrer Tourenpartner ihre restliche Kondition auf dem Weg ins Tal hinein noch erschöpfen, um dann gemeinsam den flotten Downhill hinunter zum Ausgangspunkt zu genießen.Tour 60 St. Valentin-Plawenn-Planeiler Alm
Abwechslungsreiche Tour, die in mehreren Schleifen und dadurch einigen Kombinationsmöglichkeiten in zwei Seitentäler des Vinschgaus führt. Die fahrtechnischen Hauptschwierigkeiten liegen in der Abfahrt vom höchsten Punkt bei der Planeiler Alm, sonst bewegt man sich meistens auf Schotter- und Asphaltstraßen.
Tour 61 Sesvennahütte
Über das S-charl-Joch oberhalb der Sesvennahütte führt auch ein bekannter Transalp-Übergang. Die Biker, die diese Route auf ihrem Weg Richtung Süden wählen, haben schon die Uina-Schlucht hinter sich, in der man das Bike über weite Strecken tragen muss – noch dazu unter den mitleidigen Blicken der vielen Wanderer, die man dort trifft ...
Unsere Tour benützt nur einen Teil dieser Transalp-Etappe und endet an der Sesvennahütte.Tour 62 Stierberghütte
Kürzere, aber anstrengende Tour in ein Seitental des Münstertals mit einer bewirtschafteten Hütte als Tourenziel. Die Rast und die schöne Aussicht muss man sich über einige steile Passagen aber erst erarbeiten, es gibt auch auf dem ganzen Anstieg nur ein kurzes Bergabstück zum Ausruhen.
Tour 63 Almrundfahrt
Schwere und lange Tour, die in den Engadin hinüberführt. Am Beginn muss man leider die Hauptstraße bis nach Müstair benutzen. Doch gemessen an der Gesamtstrecke ist das nur ein kleiner Abschnitt. Ab der Ortsausfahrt geht es über Nebenstraßen hinauf in den kleinen Ort Craistas, hoch über dem Münstertal. Nach einer kurzen Zwischenabfahrt nach Lü erwartet den Biker Naturgenuss pur, allerdings hilft auf dem Weg zum breiten Pass da Costainas nur Schieben. In traumhafter Fahrt geht es jetzt durch zwei Hochtäler. Aber auch der zweite Passübergang des Tages ist nur mittels Schieben machbar. Ein langer Downhill hinunter zum Ausgangspunkt entschädigt aber für alle Mühen.
Tour 64 Matscher Tal
Leichtere, aber längere und empfehlenswerte Tour auf der Sonnenseite des Vinschgaus oberhalb von Mals und in ein Seitental. Die Runde führt hier durch ein typisches Bergbauerndorf mit seinen engen Durchfahrten und vielen Holzkreuzen. Im Wald geht es meistens bergab an mehreren einsam gelegenen Höfen vorbei und über Asphalt erreicht man in Schluderns wieder den Talboden. Bei der Abfahrt hat man immer wieder einen schönen Ausblick auf den Vinschgau und die Churburg. Über Glurns (sehenswerte Stadtmauer) und ein letztes leichtes Bergaufstück schließt sich diese Tour.
Tour 65 Lichtenberg
Empfehlenswerte Tour, die außer einer kurzen, steilen und grobschottrigen Downhillpassage auch keine nennenswerten fahrtechnischen Schwierigkeiten aufweist. Diese Runde hat nicht nur Sportliches zu bieten, kommt man doch an einigen Besonderheiten vorbei, nämlich die Durchfahrt unter einer Kirche in Laatsch, die Burg Lichtenberg und die Stadtmauern von Lichtenberg und Glurns.
Tour 66 Prad-Umrundung
Leichte Rundtour durch das Etschtal. Da die Tour fast keine Steigungen aufweist, ist sie auch für Kinder bestens geeignet. Von der sehenswerten Kleinstadt Glurns führt die Tour zu Beginn auf der rechten Talseite über Lichtenberg nach Prad. Entlang der Etsch geht es dann mit einem kurzen Schwenk nach Schluderns wieder zurück nach Glurns.
Tour 67 Tanas-Tour
Eine technisch einfache und landschaftlich reizvolle Tour mit einem Anstieg von 550 Höhenmetern als größte Herausforderung. Von Prad aus geht es der Etsch entlang nach Laas. Danach erfolgt der erwähnte Anstieg auf die Anhöhen des Etschtales. Auf der Fahrt über Tanas nach Schluderns bietet sich ein herrliches Panorama über das Etschtal mit Blick auf die Ortlergruppe dar. Durch die Schludernser Au führt die Tour wieder zurück nach Prad.
Tour 68 Montoni
Technisch einfachere Rundtour am unteren Ende der Stilfserjochstraße. Nach einer ebenen Einrollstrecke am Vinschgau-Radweg geht es ab Lichtenberg auf Forststraßen bergauf zu einem bewaldeten Sattel, danach folgt die Abfahrt nach Stilfs. Über die normale Zufahrtsstraße und die Stilfserjochstraße gelangt man wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Tour 69 Prader Berg
Rundtour oberhalb von Prad an der Stilfserjochstraße. Zum Einrollen ein ebenes Stück zwischen Apfelplantagen, bevor man über Tschengls an Höhe gewinnt. An verstreut liegenden Höfen und der Ruine Tschenglsberg vorbei windet sich der Forstweg auf halber Hanghöhe durch mehrere Gräben. Ein Downhill auf einem Singletrailabschnitt erfordert etwas Aufmerksamkeit, zum Schluss auf der verkehrsreichen Stilfserjochstraße zum Ausgangspunkt.
Tour 70 Stilfser Almen
Kürzere Streckentour zu einer bewirtschafteten Alm oberhalb von Stilfs mit schöner Aussicht. Bei der Abfahrt variiert die Streckenführung etwas, um auch noch den verwinkelten Ort Stilfs zu sehen, der fast wie ein Vogelnest auf einem steilen Hang weit oberhalb des Talbodens liegt.
Tour 71 Furkelhütte
Rundtour, die mit einer Abfahrt auf der verkehrsreichen Stilfserjochstraße beginnt. Ab Gomagoi geht es zuerst auf Asphalt, dann auf nicht allzu steilen Forststraßen bis zur bewirtschafteten Furkelhütte. Eine Rast mit schönem Ausblick belohnt die Anstrengungen. Der rasante und steile Downhill führt teilweise über die Schipiste hinunter zum Ausgangspunkt in Trafoi.
Tour 72 Sulden-Schaubachhütte
Die eindrucksvollen Gletscher und Nordwände der Ortlergruppe umrahmen in beeindruckender Weise den Ort Sulden im Schluss des gleichnamigen Tales. Auf dieser kürzeren Tour kann man die wuchtige Landschaft nur in den Pausen so richtig genießen, denn bei geringen technischen Anforderungen sind beachtliche Steigungen zu überwinden, man bewegt sich im Wesentlichen auf der breiten Schitalabfahrt. Das Tourenziel liegt bei der bewirtschafteten Schaubachhütte in unmittelbarer Nähe der Gondelbergstation.
Tour 73 Schlanders-Laas-Umrundung
Kurze und technisch leichte Runde, die auch durch den Hauptort des Vinschgaus führt. Von der kleinen Ansiedlung Allitz hat man einen schönen Blick über die Apfelplantagen im Talboden.
Auf dieser Runde lernt man die beiden Seiten des Vinschgaus mit ihren unterschiedlichen Charakteren kennen. Wegen des hohen Asphaltanteils genügen auch Trekkingräder mit guten Bremsen.Tour 74 Matatsch
Kürzere, aber steile Tour auf die Hänge der Sonnenseite mit ihren einsam gelegenen Bergbauernhöfen, die manchmal fast wie Festungen am Hang kleben. Die Aussicht im oberen Teil der Tour ist beeindruckend, befindet man sich doch ca. 800 Höhenmeter über der Etsch. Der Downhill führt über eine Asphaltstraße, bei deren schlecht einsehbaren, engen und steilen Kurven gute Bremsen notwendig sind.
Tour 75 Morter Leger
Rundtour mit einer langen Waldauffahrt auf Forststraßen zu einem Rastplatz, danach zur Abwechslung auf nicht allzu schwierigen Wanderwegen. Nach einer Einkehr führt ein langer Asphaltdownhill ins Tal hinunter, zuletzt geht es gemütlich auf dem Etschradweg zum Ausgangspunkt zurück.
Tour 76 Latsch-Umrundung
Abwechslungsreiche und kurze Rundtour. Hier erwartet den Biker auf relativ kurzer Strecke die ganze Vielfalt des Vinschgaus: Apfelplantagen und Wald, Siedlungen und Burgruinen, verkehrsreiche Straßen und Singletrails.
Tour 77 Schloss Annaberg
Rundtour auf der Sonnenseite des Vinschgaus, die man trotz des hohen Asphaltanteils schwierigkeitsmäßig (vor allem in der Abfahrt) nicht unterschätzen sollte.
Nach einigen Kilometern am Etschradweg zu Beginn geht es von Kastelbell weg auf Asphalt mit immer besser werdendem Panorama bergauf. Die Abfahrt führt über sehr steile und steinige Waldstraßen am Schloss Annaberg vorbei nach Vetzan. Bei Goldrain hat man den Talgrund wieder erreicht und gelangt über die Hauptstraße zum Ausgangspunkt zurück.Tour 78 Töbrunn-Tarscher Alm
Rundtour oberhalb von Latsch. Nach einer langen, aber fahrtechnisch einfachen Auffahrt kann man sich mit der Rast bei einer Jausenstation belohnen. Es gibt nur eine kurze Zwischenabfahrt zur Erholung der Beine, denn hinauf zum Torenziel gilt es noch beträchtliche Steigungen zu überwinden. Die Tarscher Alm ist aber bewirtschaftet und man kann außerdem nach den vielen Höhenmetern im dichten Wald eine schöne Aussicht genießen. Gut gestärkt führt der rasante Downhill zunächst über Forststraßen, dann auf der Skiabfahrt vorbei an der Lifttalstation, dann durch Tarsch zurück zum Ausgangspunkt.
Tour 79 Freiberger Alm
Technisch einfache, aber doch konditionell fordernde Rundtour mit einem Abstecher zu einer bewirtschafteten Alm. Nach einer ebenen Einrollstrecke am Etschradweg geht es an Latsch vorbei durch Tarsch. Mit der Auffahrt auf einer Schotterstraße erarbeitet man sich die Rast auf der Freiberger Alm. Der erste Teil des Downhills ist ident mit der Auffahrt, später fährt man den direkteren Weg zurück zum Ausgangspunkt.
Tour 80 Kastelbell-Tschars-Umrundung
Kurze und technisch leichte Runde, die von Kastelbell nach Tschars im Talboden durch Apfelplantagen führt. Auf der Sonnenseite des Vischgaus geht es über Galsaun durch Weingärten wieder zurück nach Kastelbell.
Tour 81 Marzoner Alm
Rundtour mit einer idealen ebenen Einrollstrecke am Etschradweg. Nach einer technisch anspruchslosen Auffahrt auf Forststraßen geht es auf einem Trail weiter. Das erste Stück ist noch fahrbar, dann wird es so steinig, dass man das Bike leider einige Zeit tragen muss. Knapp vor der bewirtschafteten Marzoner Alm wechselt man wieder in den Sattel. Durch eine Rast gestärkt kann man dann den restlichen Downhill zum Ausgangspunkt hinter sich bringen.
Tour 82 Stallwies
Das Marteller Tal mit seinen ausgesprochen steilen Flanken ist trotzdem bis auf fast 2000 m hinauf dauerhaft besiedelt. Auf dieser Tour bekommt man eine Ahnung von den Schwierigkeiten, die diese exponierte Lage für die Bewohner der Bergbauernhöfe mit sich bringt. Eine schöne Aussicht und eine Rast beim Gasthof am Schluss der Tour belohnen die Biker, die sich der konditionellen Herausforderung des fast ununterbrochenen Anstiegs stellen.
Tour 83 Zufallhütte
Konditionell fordernde Tour in den Talschluss des Martelltales. Die Highlight ist sicherlich die Fahrt am Ufer des aufgestauten Zufrittsees. Der überwiegende Teil der Strecke verläuft auf Asphalt, nur das allerletzte Stück zur Zufallhütte hinauf ist auch fahrtechnisch schwierig.
Man kann diese Tour beliebig verkürzen, indem man mit dem Auto weiter hinauffährt.