Radfahren im Tal der Burgen und Schlösser zwischen dem Erzgebirge und der Elbe bei Dessau ist eine kleine Herausforderung – aber dafür eine ganz traumhafte! Gleich zwei Flussläufe stehen Ihnen für dieses Landschafts- und Kulturerlebnis zur Verfügung: die Zwickauer Mulde und die Freiberger Mulde. Auf ihren Windungen bis zum Zusammenfluss streifen die beiden Täler zahlreiche schmucke Städtchen, mächtige Burgen und idyllische Landschaftsansichten. Und hinter Colditz bahnt sich – nun mit vereinten Kräften – der ansehnliche Fluss dann seinen Weg durch die Dübener Heide und lockt den verstaubten Radler im Muldentalstausee mit erfrischenden Badefreuden.
Präzise Karten, genaue Streckenbeschreibungen, zahlreiche Stadt- und Ortspläne, Hinweise auf das kulturelle und touristische Angebot der Region und ein ausführliches Übernachtungsverzeichnis – in diesem Buch finden Sie alles, was Sie für eine Radtour in den Tälern der Mulden zwischen Erzgebirge und Dessau brauchen – außer gutem Radlwetter, das können wir Ihnen nur wünschen..
Die Länge des Muldental-Radweges vom Erzgebirge bis nach Dessau beträgt 383 Kilometer. Bei dieser Längenangabe sind alle drei Teilabschnitte berücksichtigt, jedoch nicht die Ausflüge und Alternativrouten.
Die Wegequalität auf dem Muldental-Radweg ist sehr unterschiedlich. Es gibt keinen durchgehenden Radweg am Fluss entlang, sondern die Route führt auch oft aus dem Tal hinaus. Die Qualität der Wege hinsichtlich des Bodenbelages variiert häufig zwischen ausgebauten Radwegen und asphaltierten Landstraßen sowie Waldpfaden mit Mountainbike-Charakter und mehr oder weniger gut befahrbaren Wald- und Feldwegen. Erfreulicherweise gibt es jedoch nur selten Straßen mit grobem Kopfsteinpflaster. Auch verkehrsreiche Streckenabschnitte kommen immer wieder vor, seltener jedoch auf wirklich stark befahrenen Straßen.
Es existiert eine Beschilderung mit einheitlichem Logo, die jedoch nicht die ganze, in diesem Buch beschriebene Strecke umfasst. An der Zwickauer Mulde befinden sich die ersten Schilder beim Burg Museum Stein (bei Hartenstein) und an der Freiberger Mulde ab Großschirma (hinter Freiberg). Die Schilderdichte ändert sich jedoch entlang der Strecke immer wieder. Es gibt leider immer wieder Abschnitte, auf denen die Schilder recht mangelhaft angebracht sind oder zeitweise gänzlich fehlen.
Das beliebte Feriengebiet Erzgebirge bildet den Startpunkt für die Entdeckungsreise entlang der Zwickauer Mulde. Durch die waldreiche und hügelige Landschaft windet sich kurvenreich dieser Teil der Mulde. Bald schon breiten sich deren Wassermengen in der fjordartigen Talsperre Eibenstock aus, um von dort aus über Aue weiter in die „namensgebende“ Stadt Zwickau zu fließen. Schlag auf Schlag folgen nun schmucke Städtchen und eindrucksvolle Burgen, eingebettet in die liebliche Landschaft Sachsens.
Auf dem ersten Drittel der Strecke gibt es noch keine ausgeschilderte Radroute. Sie fahren hier auf Wald- und Forststraßen, ruhigen Nebenstraßen oder auch mäßig befahrenen Straßen. Auf der weiteren Fahrt geleiten Radwegweiser Sie dann auf ruhigen Straßen oder Radwegen zum Zusammenfluss.
Ebenfalls im Erzgebirge, nahe der tschechischen Grenze und nicht weit von Dresden entfernt, entspringt die Freiberger Mulde. Weit schweift hier der Blick über die hügelige Kulturlandschaft, nicht ganz so rauh und wildromantisch erscheint der erzgebirgische Teil der Freiberger Mulde im Vergleich zu ihrer Zwickauer Schwester. In Ihrer kulturellen und landschaftlichen Attraktivität steht die Freiberger der Zwickauer Mulde jedoch in nichts nach, wie die sehenswerten Städtchen Freiberg, Nossen, Döbeln oder auch die Burg Mildenstein in Leisnig beweisen werden.
Bunt gemischt ist die Beschaffenheit der Radroutenführung entlang der Freiberger Mulde. Es gibt einen ständigen Wechsel zwischen ruhigen Nebenstraßen, Radwegen – befestigt und unbefestigt –, Wald- und Feldwegen aber auch ab und zu Streckenführungen mit mäßigem Verkehr. Auch an Steigungen gibt es die eine oder andere zu überwinden.
Friedlich vereint zwischen den Städtchen Leisnig, Colditz und Grimma setzt die Mulde ihren Verlauf nach Norden Richtung Elbe fort. Immer ebener und ruhiger wird das Landschaftsbild rundherum, Schlösser und Klöster ziehen vorüber und interessante Städte wie Grimma, Wurzen, Eilenburg oder Bad Düben laden zu einem Besuch ein. Die Dübener Heide zieht vorbei und die Strände am Muldestausee verführen Sie zu einem erholsamen Aufenthalt. Die Stadt Dessau mit der nahegelegenen Wörlitzer Parklandschaft und dem Anschluss zum Elbe-Radweg bilden einen würdigen Schlusspunkt der Tour.
Die Radroute verläuft auch auf diesem Stück meist auf
ruhigen Landstraßen, Radwegen oder Waldwegen. Zwischen Burgkemnitz und
Dessau mischen sich dann auch einige verkehrsreichere Straßen dazwischen.
Es kommen so gut wie keine Steigungen vor.