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Niederrhein Nord (RK-NRW03)

Bocholt – Duisburg – Kleve – Maas – Moers – Rhein – Venlo – Wesel – Xanten

1:75000
Karte
978-3-85000-768-9
Preis: € 7,90
2. Auflage 2019

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Der Niederrhein ist ein Radfahrerland, wie es im Buche steht: Fast ganz ohne Steigungen und größtenteils auf asphaltierten Wirtschaftswegen weit ab von Verkehrswegen geht es durch die Börde und das Niederrheinische Flachland zwischen Ruhrgebiet und holländischer Grenze. Es scheint fast unmöglich, den Niederrhein auf einen einzigen Nenner zu bringen. Sollte man diesen westlichsten Teil Deutschlands wegen seiner Naturdenkmäler und -parks hervorheben oder der zahlreichen kulturhistorischen Spuren wegen, welche verschiedene Völker und Religionen hier hinterließen? Im gesamten Gebiet stößt man immer wieder auf Naturidylle, sei es an Flussläufen, in kleineren Wald- und Wiesenstücken oder in den zahlreichen ausgewiesenen Naturschutzgebieten sowie in den Naturparks Maas-Schwalm-Nette und Hohe Mark. Auch in kleineren geschützten Gebieten erlebt man eine unbeschreibliche Vielfalt bedrohter Pflanzen und Tiere, Moore und natürliche Wälder sowie ursprüngliche Auenlandschaften, wie die Bislicher Insel. Im Laufe der Jahrhunderte hat der Niederrhein unter dem wechselnden Einfluss von Römern, Franken, Spaniern, Holländern, Preußen und Franzosen gestanden. Von überall kamen die Menschen an den Niederrhein, haben diese Region bevölkert, bekriegt und bewirtschaftet, haben ihre Spuren hinterlassen, die man in vielen Orten entlang der Strecke entdecken kann. Alle prägten Land und Leute auf eben ihre Weise. So gehen die ältesten Siedlungen am Niederrhein auf römische Siedlungen zurück, die auf der linksrheinischen Seite für eine frühe „Zivilisierung“ des Lebens sorgten und neue Techniken einführten, so z. B. die Steinarchitektur. So hat auch ein großer Zustrom von Glaubensflüchtlingen im 16.?Jahrhundert die Textilindustrie entscheidend belebt und zu einer religiösen und kulturellen „Vervielfältigung“ im Niederrhein beigetragen. Baugeschichtlich bietet der Niederrhein ein entsprechend buntes Bild. Industriearchitektur, Herrschaftshäuser, sakrale Gebäude, Arbeitersiedlungen und alte Befestigungsanlagen in allen denkbaren Baustilen schmücken die Stationen der Strecke. Motten sind plötzlich nicht mehr ein Beispiel der tierischen Artenvielfalt, sondern eine besondere Art von Wehrturm, die sich im Laufe der Jahrhunderte zum Teil zu größeren Burganlagen weiterentwickelt haben. Neben der eindrucksvollen Industriearchitektur am östlichen Niederrhein bestimmen Mühlen aller Art viele Stadtsilhouetten. Neben den historischen Bauten ist auch das Angebot an kulturgeschichtlichen Ausstellungen überaus vielseitig. Bedeutende Sammlungen zeitgenössischer Kunst, traditionelles sakrales und bäuerliches Kunsthandwerk und viele kleine Museen mit liebevoll zusammengestellten und manchmal ungewöhnlichen Ausstellungen können Sie finden, u.?a. das Beuys-Archiv auf Schloss Moyland, die Kunsthalle in Kleve oder ein Konditoreimuseum in Xanten – um nur einen kleinen Teil zu nennen. Die Römerausgrabungen in Xanten und das Wunderland Kalkar zählen dagegen zu den bekannteren Höhepunkten unmittelbar am Rhein. Für eine Pause vom Drahtesel bietet der Niederrhein darüber hinaus eine Vielzahl von Abwechslungen – an vielen Orten können Sie paddeln, hoch zu Ross Ausritte unternehmen oder einfach nur die Fröhlichkeit der Rheinländer genießen. Die NiederRheinroute mit Hauptroute und Nebenrouten ergibt eine Gesamtlänge von über 2.000 Kilometern und lädt ein zu einer Reise durch die abwechslungsreiche Kulturgeschichte des Niederrheins von der Römerzeit bis zur Industriekultur des 19. und 20. Jahrhunderts. Der Rhein-Radweg führt Sie im Bereich dieser Karte vorbei an den Duisburger Hochöfen, an zahlreichen Windmühlen und – wenn Sie wollen – weiter zum Leuchtturm von Hoek van Holland. Auf dem deutschen Abschnitt radeln Sie meist in Flussnähe und haben stets die Wahl zwischen dem links- und dem rechtsrheinischen Radweg, Brücken und häufige Fährverbindungen vereinfachen einen Wechsel an das jeweils andere Rheinufer. Mit dieser bikeline®-Radkarte halten Sie eine speziell für Radfahrer entwickelte Landkarte in Händen. Die Karte ist im Maßstab 1:75.000 erstellt, das heißt 1 Zentimeter auf der Karte entspricht 750 Metern in der Natur. Diese Größe des Maßstabes gibt einen guten Überblick über die ausgewählte Region und ermöglicht zudem eine genaue kartografische Darstellung im Detail. Diese Detailtreue ist für eine Radkarte von besonderer Bedeutung, um eine bestmögliche Orientierung im Gelände zu erzielen. Die topografische Grundlage ist sehr übersichtlich gestaltet und in der Farbintensität leicht zurückgenommen. Dadurch wird die Radinformation besonders gut hervorgehoben.

Das Kartenkonzept

Wir haben für Sie ein dichtes Netz an Radrouten und Radwegen recherchiert, das es Ihnen ermöglicht, die gewählte Region intensiv mit dem Fahrrad zu erleben. Neben den wichtigsten Radfernwegen sind in der Karte noch zahlreiche zusätzliche Langstreckenverbindungen eingezeichnet, so dass ein ausgewogenes Hauptroutennetz entsteht. Das Hauptroutennetz wird zudem verdichtet durch ein sinnvoll ausgewähltes Nebenroutennetz. Diese Kombination aus Haupt- und Nebenrouten ermöglicht es, eine Region auf Tages- oder Mehrtagestouren zu entdecken oder das Gebiet auf einer längeren Radreise auf angenehm fahrbaren Wegen zu durchqueren. Neben der detaillierten topo­grafischen Karte enthält die Radkarte noch zahlreiche andere hilfreiche Informationen. Die Legende erklärt Ihnen alle in der Karte enthaltenen Informationen sehr anschaulich: Radinformationen, touristische Informationen, topografische Informationen sowie die Maßstabsangabe mit Maßstabsleiste. Stadt- und Ortspläne von den wichtigeren und größeren Städten und Ortschaften der Region erleichtern die Orientierung auf der Durchreise und bei der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten. Die Systematik der bikeline®-Karten unterscheidet die Art der Routen nach der Farbe der Linien (Radweg/Hauptroute/Nebenroute), sowie den Straßenbelag nach der Linienart (durchgehend/gestrichelt/kurz gestrichelt). Bei der durchgezogenen Linie können Sie sich auf asphaltierte, ruhige Straßen und Wege einstellen. Sobald die Linie unterbrochen ist (gestrichelt), ist der Untergrund unbefestigt (variiert von gekiesten und geschotterten Wegen bis hin zu Wald- und Feldwegen mit erdigem Untergrund). Verkehr: Ist die Signatur punktiert, weist diese Straße ein höheres Verkehrsaufkommen auf. Hier unterscheiden wir zwei Kategorien: Verläuft die Punktierung auf einer weißen Straße, dann müssen Sie mit einem mäßigen Verkehrsaufkommen rechnen; ist die Straße jedoch zusätzlich gelb hinterlegt, dann ist das Verkehrsaufkommen hoch bis sehr hoch.

Der Karteninhalt

Mit den kartografischen Streckeninformationen können Sie sich unbeschwert auf die Reise begeben, denn die notwendigen Informationen haben wir schon für Sie zusammengetragen: Bodenbelag (asphaltiert oder unbefestigt), Verkehrsbelastung, Steigungen, Kilometerangaben, touristische Infrastruktur wie Gasthäuser und Übernachtungsbetriebe sowie die kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten der Region.

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