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Elbsandsteingebirge

Die schönsten Wanderungen in der Sächsischen Schweiz

1:35000
224 Seiten
Länge: 552 km
Stadtpläne, Höhenprofil, Spiralbindung
978-3-85000-592-0
Preis: € 14,90

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Elbsandsteingebirge

Die Sächsische Schweiz im Elbsandsteingebirge ist das größte Klettergebiet und eine der beliebtesten Wanderregionen Deutschlands. Es gibt zahlreiche bekannte Ausflugsziele wie die Bastei, den Lilienstein, die Festung Königstein, das Kirnitzschtal, die Schrammsteine, den Pfaffenstein mit der Barbarine etc.
„Elbsandsteingebirge“ ist die amtliche Bezeichnung der bizarren Felsenwelt zwischen Pirna und D??ín, die sich auf einer Fläche von etwa 700 Quadratkilometern erstreckt und jährlich etwa eine Million Besucher anlockt. Die Felsformationen muten wie ein Gebirge an, in Wirklichkeit aber sind die Sandsteinfelsen aus dem Grund eines Kreidemeeres entstanden. Die bis zu 600 Meter hohen Sandschichten wurden nach Rückgang des Meeres über Jahrmillionen zerklüftet und abgetragen. Vor allem die Elbe und ihre Nebenflüsse hatten großen Anteil an den Veränderungen, in deren Ergebnis die heute eigenartig zerklüftete Landschaft entstanden ist. Neben den Stein- und Felsrevieren, häufig auch als einzeln stehende Tafelberge zu finden, gibt es flache Ebenen. Die felsigen Gebiete werden von Tälern, Gründen und Schluchten durchzogen, hier haben Bäche und Flüsse das Gestein tief durchfurcht. Der Elbsandstein, ein grauweißer bis gelblicher Quarzsandstein, ist in seiner Zusammensetzung innerhalb der Region unterschiedlich. Es gibt vor allem die in Schichten aufgewölbten Gesteine, aber auch Wabenstrukturen, ausgehöhlte Felsen, Eisenbänder und Felsnadeln. So beeindruckend die steil aufragenden Felsen auch anmuten, die Höhenunterschiede sind recht gering und betragen nicht mehr als 450 Meter. Anders als in einem richtigen Gebirge ist es im Sommer oben auf den Felsklippen und -plateaus warm und trocken, während sich die Gründe und Schluchten kühl und feucht zeigen. Auch die Vegetation weist Besonderheiten auf. Der poröse Stein lässt Wasser schnell versickern, dadurch ist das Elbsandsteingebirge in den höheren Lagen durch Wasserarmut gekennzeichnet. Die Bäume auf den Felsen sind oft geringwüchsig und die Vegetation mutet an wie in einem Hochgebirge. Vor allem die unerschlossenen Bereiche beherbergen viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Große Teile des Gebiets sind als Nationalpark unter besonderen Schutz gestellt, für die sogenannten Kernzonen gelten zudem besondere Bedingungen.
Der Sandstein der Sächsischen Schweiz fand schon frühzeitig wirtschaftliche Verwendung bei der Errichtung örtlicher Bauten, wie den Festungsmauern des Königsteins oder der Basteibrücke. Auch an anderen Orten wurde er „verbaut“ – beim Dresdner Zwinger, dem Brandenburger Tor in Berlin, dem Rathaus in Antwerpen oder Schloss Christiansborg in Kopenhagen. Der Abbau hat zwar die damalige Wirtschaft belebt, aber auch Spuren in der Naturlandschaft hinterlassen.

Streckencharakteristik

Länge, Höhenmeter und Etappen

Die insgesamt 50 Touren in diesem Buch decken eine große Bandbreite von kurzen Wanderungen auf einfachen Wegen bis hin zu schwierigen Bergpfaden bzw. Klettersteigen ab. Dabei haben Sie zwischen 30 und 800 Höhenmeter zu bewältigen. Die angegebenen Gehzeiten verstehen sich lediglich als Richtwerte und liegen zwischen 1½ und 8 Stunden. Vor allem die Abschnitte über Treppen und Leitern sind vom Zeitaufwand sehr schwer einzuschätzen. Also denken Sie bei Ihrer Zeitplanung daran, dass man besonders bei diesen Streckenteilen manchmal eine zusätzliche Pause einlegen muss. Außerdem laden häufig Aussichtspunkte zum längeren Verweilen ein.
Schätzen Sie Ihre konditionellen und technischen Fähigkeiten richtig ein und tasten Sie sich schon vor dem Urlaub auf Tagestouren an Ihre Grenzen heran.

Wegweisung, Anforderungen

Die Wanderwege im Elbsandsteingebirge sind sehr gut markiert und beschildert, vor allem im Nationalpark finden Sie auch immer wieder Informationstafeln mit Karten, Tourenvorschlägen, touristischen Hinweisen etc. Die verschiedenen Wege sind nicht nur mit unterschiedlichen Symbolen (Strich, Schrägstrich und Punkt) und Farben (rot, blau, gelb, grün) markiert, sondern an Kreuzungen meist auch mit Richtungsweisungsschildern ausgestattet. Es ist also kein Problem, sich zurechtzufinden.
Die Beschaffenheit der Wanderwege ist sehr unterschiedlich – zwischen breitem, leicht begehbarem Forstweg und schmalem, steinigem Pfad bzw. felsigem Steig ist alles vorhanden. Oft führen die Wege über gut gesicherte Treppen und Leitern zu den Aussichtspunkten und Gipfeln hinauf. Dabei werden hin und wieder innerhalb einer kurzen Strecke viele Höhenmeter zurückgelegt.
Im Nationalpark Sächsische Schweiz werden die Wege in drei verschiedene Kategorien nach Schwierigkeit eingeteilt: Die mit farbigen Symbolen (Strich, Punkt oder Schrägstrich) markierten Wanderwege sind für den Normalwanderer erschlossen und umfassen leichte bis mittelschwere Wege. Die mit grünem Pfeil markierten Wege gelten als Bergpfade und sind für versierte Bergwanderer erschlossen. Die Wege bzw. Steige sind meist schwierig und Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich. Außerdem besteht stellenweise Absturzgefahr!
Die mit schwarzem Pfeil gekennzeichneten Wege sind die Zustiege zu den Kletterfelsen und erfahrenen Kletterern vorbehalten. Auch hier besteht Absturzgefahr. Die in diesem Buch vorgestellten Routen sind alle für den normalen Wanderer machbar, lediglich die Touren über die Häntzschelstiege (Tour 20) und über die Rotkehlchenstiege (Tour 34) sind als Bergpfade markiert und erfahrenen Bergsteigern vorbehalten. Vor allem die Häntzschelstiege erfordert alpine Erfahrung, Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit, denn der Steig führt über Steigklammern, sehr steile Leitern und ausgetretene Stufen über teilweise senkrechte, abschüssige Felsabhänge hinauf. Bei dieser Tour ist der Gebrauch eines Klettersteigsets absolut empfehlenswert.

Tourenplanung

Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V., Bahnhofstr. 21, 01796 Pirna, Tel. 03501/4701-47, Fax: -48, info@saechsische-schweiz.de, www.saechsische-schweiz.de
Nationalparkzentrum, Infozentrum der Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz, Dresdner Str. 2b, 01814 Bad Schandau, Tel. 035022/50230, www.nationalpark-saechsische-schweiz.de
Nationalpark Böhmische Schweiz, Pražská 52, 40746 Krásná Lípa, Tel. 00420/412354050, Fax:-055, n.park@npcs.cz, www.npcs.cz
Die Adressen der örtlichen Tourist-Informationen sowohl in Deutschland als auch in der Tschechischen Republik finden Sie direkt bei den Tourenbeschreibungen.

Beste Reisezeit

Frühling und Herbst sind zum Wandern in der Sächsischen Schweiz ideal. Im zeitigen Frühjahr sind die Frühblüher an den Bachläufen, auf dem Winterberg und in so manchem Vorgarten zu bewundern. Der Herbst bietet oft ein beeindruckendes Farbspiel in den Wäldern auf den Basaltkuppen. Im Spätherbst sollten Sie jedoch beachten, dass die vielen Wege über Stein- und Holzstufen sowie die wurzelüberzogenen Pfade bei anhaltender Nässe sehr rutschig sind, hier ist Vorsicht geboten.
Im Sommer ist das Wandern in den schattigen und kühlen Tälern und Schluchten sehr angenehm. Bei hohen Temperaturen aber kann das Ersteigen der Tafelberge auf der südlichen Seite der Elbe sehr schweißtreibend und anstrengend sein, außerdem ist es auf dem Felsgestein oft sehr warm.
Auch im Winter ist das Wandern im Elbsandsteingebirge möglich und bietet einen ganz besonderen Reiz. In dieser Zeit können Sie auf den sonst gut besuchten Wegen in Stille und Einsamkeit laufen. Meiden Sie aber bei Schnee und Eis die vielen Bereiche, in denen Stufen und Leitern überwunden werden müssen, denn hier besteht akute Rutschgefahr.

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