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Radregion Pfalz

Mit Deutscher Weinstraße

180 Seiten, 1:75000
Länge: 944 km
Stadtpläne, Übernachtungsverzeichnis, Höhenprofil, Spiralbindung
978-3-85000-741-2
Preis: € 14,90
Auflage klicken:
2. Aufl. 2019

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Die Pfalz

An der Grenze zu Frankreich gelegen, hat die Pfalz seit jeher eine abwechslungsreiche Geschichte zu erzählen. So lädt das milde Klima schon seit Jahrtausenden Menschen zur Besiedlung dieser Region ein. Kelten, Römer, Franken, Merowinger – sie alle haben diesen Landstrich kulturell und landschaftlich geprägt. Der Wechsel der Völker bescherte der Region leider auch lange Kriegsjahre und immer wiederkehrenden Aufbau. Ruhe und Frieden stellten sich in diesem umkämpften Landstrich auch in späteren Jahren und Jahrhunderten selten ein – egal ob bei den Territorialherren des Mittelalters oder zur Zeit Napoleons. Nach einem Tauziehen der Zugehörigkeit zwischen Frankreich und Bayern war die Pfalz bis 1930 französisches Besatzungsgebiet und gehörte dann bis zum Zweiten Weltkrieg zu Bayern. Erst seit der Mitte des 20. Jahrhunderts nimmt sie ihren Platz im Bundesland Rheinland-Pfalz ein. Eines der Hauptmerkmale und der große Stolz der Pfälzer ist der Weinbau. Regionales Schlagwort zum Thema „Weinland Pfalz“ ist allen voran die Deutsche Weinstraße. Das milde und sonnenreiche Klima hatte hier schon die Römer auf die Idee mit dem Weinanbau gebracht. Heute stehen Rebstöcke in der gesamten Region – auf mehr als 23.000 Hektar Fläche – und über 250?Millionen Liter Wein werden hier in jedem Jahr abgefüllt.
Der Pfälzerwald ist mehr als dreimal so groß wie der Bodensee und gilt als größtes zusammenhängendes Waldgebiet Deutschlands. Nur ein paar Handvoll Ortschaften gibt es in dieser bewegten Mittelgebirgslandschaft und dementsprechend wenige Straßen, die sie durchqueren. Gut verteilt in ihren ausgedehnten Wäldern finden sich bizarre Felsformationen und imposante Burgen.
Östlich des gebirgigen Pfälzerwaldes bis hin zu den Ufern des Rheins erstreckt sich flach die Rhein­pfalz. Reich an Abwechslung ist ihr Landschaftsbild, in dem das hügelige Weinland Hand in Hand geht mit dem rauen Pfälzerwald im Westen und der flachen Rheinebene im Osten. Letztere ist vom Gemüseanbau geprägt und gilt als größter Gemüsegarten Deutschlands. Weiter östlich geht die Ebene nahtlos in die idyllischen Rheinauen über, die den großen Strom umgarnen und begleiten. Hier finden die Menschen Erholung und viele Pflanzen- und Tierarten Schutz und Lebensraum. Geschichte atmen die Städte der Region, die sich überwiegend im Randbereich finden. Am Rhein sind dies das badische Karlsruhe, Speyer und Worms, an der Haardt – dem östlichen Rand des Pfälzerwaldes – Neustadt an der Weinstraße und Landau.
Im Gegensatz zur Rheinpfalz gilt die von Wald und Landwirtschaft geprägte Mittelgebirgslandschaft westlich des Pfälzerwaldes als touristischer Geheimtipp. Von der stetigen Entwicklung Richtung Urlaubsregion zeugt das hervorragend ausgebaute Radwegenetz. Der hügelige Landstrich zwischen Pfälzerwald, Saarland und Frankreich wird landschaftlich in drei Gebiete unterteilt: Im Norden liegt zunächst das Pfälzer Bergland mit seinen bewaldeten Bergkuppen, zwischen denen der Glan als wichtigster Fluss die Landschaft prägt, neben Lauter und Alsenz. Südlich davon zieht sich auf der Höhe von Landstuhl der schmale Streifen der Westricher Niederung, einer einstigen Moorlandschaft, die seit dem 18. Jahrhundert immer stärker zur Kulturlandschaft umgewandelt wurde. Ganz im Süden schließlich dehnt sich die Westricher Hochfläche mit ihren fruchtbaren Böden aus Lehm und Muschelkalk aus. In der von Wald und Landwirtschaft geprägten Region zählt die Barbarossastadt Kaiserslautern zu den zentralen kulturellen Plätzen, doch auch die Städte Zweibrücken, Pirmasens und das saarländische Homburg warten mit allerhand Sehenswertem auf. Imposante Klos­teranlagen, Europas eindrucksvoll­ste Buntsandsteinformationen und zahlreiche Burgruinen verteilen sich über die gesamte Region.
So bunt sich Geschichte und Landschaft der Pfalz darstellen, so abwechslungsreich und vielfältig ist auch das Radroutennetz. Von der flachen Rheinebene über die sanften Hügel der Weinhänge bis hin zu den tief eingeschnittenen Tälern und Erhebungen des Pfälzerwaldes und denen westlich davon bietet sich für jedes Radlerherz die richtige Radtour an.
In diesem Buch haben wir 12 Routen im gesamten Gebiet der Pfalz für Sie zusammengestellt. Einige davon – Tour 7, 8 und 12 – verlaufen dabei durch das Gebiet südlich der Queich bis an die französische Grenze, das seit altersher als „Wasgau“ bezeichnet wird.

Streckencharakteristik

Länge

Die Gesamtlänge aller 12 Touren beträgt gut 940 Kilometer. Zusätzlich finden Sie in diesem Buch Varianten und Ausflüge von insgesamt 143 Kilometern.

Wegequalität und Verkehr

Die Touren verlaufen hauptsächlich auf asphaltierten Wirtschaftswegen, Radwegen und ruhigen Landstraßen. Hin und wieder kommen auch unbefestigte Waldwege vor. Verkehrsbelastungen treten nur selten auf, insbesondere in den Städten müssen Sie jedoch mit Verkehrsaufkommen rechnen.
Starke bzw. lange Steigungen gibt es nur bei einigen Touren, leichte Steigungs- und Gefällestrecken hingegen kommen immer wieder vor. Einige Touren sind fast bzw. komplett steigungsfrei, so die Touren 3, 5, 9, 11 und 12. Am ehesten finden sich Anstiegs- und Gefällepassagen im Einzugsgebiet des Pfälzerwaldes.

Beschilderung

Nahezu alle Touren sind durchgehend mit eigenem Logo ausgewiesen. Lediglich Tour?10 ist nicht durchgehend einheitlich beschildert. Genauere Informationen finden Sie jeweils zu Beginn der Tour.

Tourenplanung

Wichtige Telefonnummern

Internationale Vorwahlen:
Deutschland: 0049
Frankreich: 0033

Zentrale Infostelle

Pfalzwein e.V., Martin-Luther-Str. 69, D-67433 Neustadt an der Weinstraße, Tel. 06321/912328, info@pfalz.de
www.pfalz.de
Radwanderland Rheinland-Pfalz mit integriertem Radroutenplaner:
www.radwanderland.de

Links entlang des Weges:

Ort Name Telefon-Nr
Speyer Am Wartturm (+49)06232/64330

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